Besondere Ehrung

Ehrenmadaille für Physiker und Unternehmer: Gerd Litfin bewegt für Göttingen viel

Besondere Ehrung: Prof. Gerd Litfin (links) erhielt von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler die Ehrenmedaille der Stadt Göttingen. Erste Gratulantin war Litfins Ehefrau Susanne.
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Besondere Ehrung: Prof. Gerd Litfin (links) erhielt von Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler die Ehrenmedaille der Stadt Göttingen. Erste Gratulantin war Litfins Ehefrau Susanne.

Diese Auszeichnung wird nach Angaben von Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler seltener als eine Ehrenbürgerschaft verliehen: Prof. Dr. Gerd Litfin erhielt die Ehrenmedaille der Stadt Göttingen.

Göttingen – Die Uni-Stadt zeichnete damit nach einem einstimmigen Beschluss des Stadtrates die „herausragenden Verdienste“ des 73-jährigen Physikers und Unternehmers aus. „Ich habe schon immer gern Dinge angepackt“, zitierte Oberbürgermeister Köhler den Geehrten und lobte dessen Engagement in vielen gesellschaftlichen Bereichen. So war er maßgeblich am Aufbau der heutigen Fakultät „Ingenieurwissenschaft und Gesundheit“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) auf den Zietenterrassen in Göttingen beteiligt.

Dabei habe Litfin, der 2015 den HAWK-Preis erhielt und zuvor bereits mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (2004) und mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (2011) ausgezeichnet worden war, einen wichtigen Beitrag zum Ausbau des Wissenschaftsstandorts Göttingen geleistet. Dazu gehöre auch Litfins besonderer Einsatz für den Förderverein Fachhochschule Göttingen, lobte Köhler. Gleichzeitig hob der Oberbürgermeister hervor, dass sich Litfin auch maßgeblich nach der Wende für den Fortbestand der Händel-Festspiele in Göttingen eingesetzt habe.

Gerd Litfin trat 1983 in die Geschäftsleitung der Spindler & Hoyer GmbH & Co. ein. Daraus wurde später die Linos AG, die Litfin als Vorstandschef an die Börse führte. Heute gehört das Unternehmen zur Qioptiq-Gruppe.

Inzwischen ist der Name des Preisträgers auch mit der „Susanne und Gerd Litfin Stiftung“ verbunden. Seit 2006 wurden insgesamt 150 Projekte aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung sowie Kirche und Soziales mit 625 000 Euro unterstützt. Als 150. Projekt unterstützt die Stiftung das künftige „Forum Wissen“. Seit dem Jahr 2017 vergibt die Stiftung einen „Initiativpreis“, der mit 5000 Euro dotiert ist. Damit werden neue Initiativen mit nachhaltiger Wirkung im südniedersächsischen Raum ausgezeichnet.

In seiner Erwiderung sagte Liffin, der sich auch als Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft engagierte: „Ich habe ein bisschen was bewegen können.“ Mit Blick auf die Stiftung, die seit einigen Jahren auch einen Initiativpreis vergibt, betonte der Geehrte: „Wir wollten der Gesellschaft etwas zurückgeben.“ Gleichzeitig dankte er seiner Frau für die Unterstützung: „Sie verdient mindestens die Hälfte der Medaille.“ Weitere Infos zur Litfin-Stiftung gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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