Ehrenurkunde für Heilbad Heiligenstadt

30 Jahre nach Gründung der Kurgesellschaft: Heiligenstadt ist eine Erfolgsgeschichte

Neun Menschen stehen auf einer Treppe in Heiligenstadt. Zwei halten eine Ehrenurkunde hoch.
+
IHK Ehrenurkunde für das Heilbad Heiligenstadt (Thüringen): von links nach rechts: Sven Penzel (Direktor Hotel am Vitalpark), Andrea Waldmann (stellv. Verwaltungsleiterin Klinikgesellschaft), Eileen Wöhnl (Leiterin Therapie Kurparkklinik), Thomas Spielmann (Bürgermeister), Prof. Hans-Werner Buhmann (Ärztlicher Direktor Kurparkklinik), Petra Grebenstein (Pflegedienstleiterin), Sebastian Fromm (Leiter Vitalpark) – nach der Auszeichnung mit der IHK-Ehrenurkunde. 30 Jahre Kurgesellschaft. Vorn von links nach rechts: Stefan Menzel (Geschäftsführer) und IHK-Leiter Christian Böduel.

Vor 30 Jahren wurde die Kurgesellschaft in Heiligenstadt gegründet. Nun wurde das Heilbad Heiligenstadt mit der IHK-Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Heilbad Heiligenstadt - Die Antwort: „in Heiligenstadt“ ist häufig auch in Göttingen auf die Frage zu hören: „Wo hast Du deine Reha und Anschlussheilbehandlung nach der Operation gemacht?“ Grund dafür ist die stetig gewachsene Infrastruktur im Heilbad jenseits der niedersächsisch-thüringischen Grenze, gut 30 Kilometer östlich von Göttingen gelegen.

Am 27. Juni 1991 wurde dort die „Kurgesellschaft Heilbad Heiligenstadt GmbH“ gegründet, also vor 30 Jahren. Diese ist seitdem stetig und inhaltlich sinnvoll gewachsen in Form der Kur- und Tourismusgesellschaft und der Hotelgesellschaft.

Diese Entwicklung zum Positiven war damals nicht zu erwarten, denn letztlich ging es erst einmal um den Erhalt des Kurwesens in der westlichen Ost-Eichsfeld-Hauptstadt nach der „Wende“.

Der Erfolg war so ursprünglich nicht zu erwarten

Die Erfolgsgeschichte nahm, wie die Verantwortlichen heute sagen und damals so kaum erwartet hätten, dann ihren Lauf, angeschoben von einigen Vorhaben, als da wären der Umbau einer Kinderkombination zum Kindertherapiezentrum „Sonnenschein“, der Sanierung des Heinrich-Heine-Kurparks, der Bau der Kurparkklinik, Fachklinik für Orthopädie und Innere Medizin, der Bau des Vitalparks mit der Eichsfeld-Therme als Gesundheitseinrichtung und der Bau des heute 4-Sterne-Superior-Hotels am Vitalpark. Das lockt gleichermaßen Urlauber, Geschäftsreisende und Besucher von Reha-Patienten.

Eine Rolle spielte auch das Prädikat Heilbad. Laut Kurorte-Gesetz ist dafür ein ortsgebundenes Kurmittel vorgeschrieben – und dieses ließ sich finden. Da Geologen in Heiligenstadts Unterwelt natürliche Sole vermuteten, wurden Bohrungen gestartet. Im Frühjahr 1995 kam die Erfolgsmeldung: „Wir fördern Sole mit einem notwendigen Sättigungsgrad von 27 Prozent.“

Sichtbar wurde und wird die Sole im Martins-Brunnen des Kurparks. Kennzeichnend für die besondere Qualität der Sole ist hohe Konzentration und dem Schwefelgehalt. Diese spezielle Charakteristik ermöglicht vielfache Anwendungsmöglichkeiten, die auf den ambulanten und kurklinischen Bereich abgestimmt werden können. Positiv für die Gäste ist auch das milde Klima im Hügelland.

Möglich gemacht hatten all das Menschen, die sich unbeirrbar einsetzten und Visionen hatten. Aber auch durch Mitarbeiter, die mit ihrem Engagement die Kur in Heiligenstadt voranbrachten, Reha-Patienten und Gästen ein nachhaltiges Besuchserlebnis bieten.

Die Kurparkklinik hat über die Grenzen der Region hinaus einen guten Ruf und der Vitalpark bietet Jüngeren und Älteren Spaß sowie Gesundheitsaktionen.

Zum „30-Jährigen“ gab es dann auch eine besondere Auszeichnung für das Geleistete: Bürgermeister Thomas Spielmann als Aufsichtsratsvorsitzender und Christian Böduel, dem Leiter des regionalen Service-Centers der IHK in Nordhausen, kamen zu Austausch und Ehrung ins Heilbad: Sie brachten die Ehrenurkunde der IHK mit und übergaben sie an Stefan Menzel, Geschäftsführer der drei Unternehmen.

Der freute sich riesig über die Glückwünsche und verband den Anlass mit einem Dank an die Mitarbeiter, auch besonders dafür, was sie im vergangenen Jahr und während der Corona-Krise geleistet hatten und leisten.

„Da in diesem Jahr auf Grund der Corona-Pandemie leider keine großen Veranstaltungen und Feste möglich sind, freue ich mich auf die künftige Zeit, in der wir wieder unsere gemeinsamen Erfolge feiern können.“

Ein kleines Vergnügen wurde den Gästen und Mitarbeitern jedoch bereits geboten: es gab italienisches Eis für alle. (Thomas Kopietz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.