Verdi hatte Anwalt eingeschaltet

Apfelmarkt mit Sonntagseinkauf in Duderstadt fällt aus

Das Rathaus in Duderstadt: In der Stadt im Untereichsfeld gibt es an diesem Wochenende keinen Apfel- und Birnenmarkt.
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Das Rathaus in Duderstadt: In der Stadt im Untereichsfeld gibt es an diesem Wochenende keinen Apfel- und Birnenmarkt.

Der Apfel- und Birnenmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag in Duderstadt fällt aus – offiziell wegen der Corona-Regelungen. Die Gewerkschaft Verdi sieht einen anderen Grund.

Duderstadt – Ursprünglich sollte am Sonntag ein großes „Shopping-Erlebnis“ in Duderstadt geben. Auf seiner Homepage rudert der Verein „Treffpunkt Stadtmarketing“ zurück. „Wegen der Corona-Regelungen ist es leider nicht möglich, den Apfel- und Birnenmarkt in diesem Jahr durchzuführen“, heißt es dort. Einlasskontrollen und 3-G-Regeln seien bei dem Marktgebiet nicht möglich.

Verdi berichtet noch von einem anderen Grund für die Absage. Die Gewerkschaft hatte einen Anwalt eingeschaltet, der gegen die Werbung für den Markt interveniert hatte. Daraufhin habe Bürgermeister Thorsten Feike eine Erklärung abgegeben.

„Es gibt am Sonntag keine allgemeine Sonntagsöffnung in Duderstadt. Erlaubt ist laut Gesetz nur eine stark eingeschränkte Öffnung der Verkaufsstellen – so wie in anderen Erholungsgebieten auch“, macht Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller deutlich. Er kritisiert die Werbung für den Markt, die aus seiner Sicht gegen die bestehende Rechtslage verstoßen habe.

Verdi fordert die Stadt Duderstadt auf, für sonntägliche Öffnungszeiten zukünftig ein vorgeschriebenes Anhörungsverfahren zu machen. „Es geht hier um den Schutz des arbeitsfreien Sonntags nach dem Grundgesetz und um Sonntagsarbeit für nicht sehr gut bezahlte Frauen im Einzelhandel. Wir stehen für den Schutz der Beschäftigten“, macht Wertmüller deutlich. (Bernd Schlegel)

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