Gastspiel im Ballhaus in Duderstadt

Auftritt im Eichsfeld: Peter Maffay fordert mittelfristig größere Konzerte

Peter Maffay trat im Ballhaus auf.
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Auftritt in Duderstadt: Peter Maffay kam ins Ballhaus.

Nach dem Staat übrigens ruft Peter Maffay nicht, wenn es darum geht, die existenzielle Krise in der Künstlerbranche zu meistern.

Duderstadt – „Wir müssen in der Lage uns selbst zu helfen“, sagt Maffay in einem längeren Statement am Ende seines Auftritts beim Göttinger Literaturherbst in Duderstadt. Man müsse auch über die Ausweitung der Kapazität bei Konzerten wieder nachdenken. Ein Risiko dürfe dabei aber nicht kalkulierbar sein.

Maffay spielte kurz vor dem ersten Lockdown vor 4000 Menschen in der Waldbühne Berlin, die 22.000 Besucher fasst. „Diese Zahl von etwas einem Sechstel reicht nicht aus, um alle Beteiligten zu bezahlen.“ Für Maffay ist klar und möglich: „Man müsste diese Grenzen hochsetzen und die Möglichkeit für diese Konzerte geben. Dann könnten wir alles selbst finanzieren.“ Denn für Peter Maffay, aber auch andere Künstler ist klar: „Wir müssen uns aus dem Dreck ziehen. Die Politik wird das nicht schaffen können.“

Es gehe um den sechstgrößten Wirtschaftszweig in Deutschland mit 1,5 Millionen Menschen in der Veranstaltungsbranche. „Es geht letztlich auch darum, Künstler und Kulturschaffende zu stützen, die noch keine Rücklagen haben, die aufstrebenden Talente. Es geht auch um die nicht staatlich geförderten Künstler“, appelliert Maffay, der auf mehr öffentlichen Druck setzt. Auch wie das vehemente Statement von Till Brönner kürzlich auf Instagram. (tko)

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