Neues Angebot

Berufe-Parcours in Duderstadt soll Jugendlichen bei der Orientierung helfen

Berufs-Orientierung: Ludwina Ahlborn-Laake (rechts), Mitarbeiterin der GAB, erklärt Agenturchefin Klaudia Silbermann (2.v.r.), Kreisrat Marcel Riethig (links daneben) und Schülern der KGS Gieboldehausen den Aufbau des menschlichen Skeletts am Modell.
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Berufs-Orientierung: Ludwina Ahlborn-Laake (rechts), Mitarbeiterin der GAB, erklärt Agenturchefin Klaudia Silbermann (2.v.r.), Kreisrat Marcel Riethig (links daneben) und Schülern der KGS Gieboldehausen den Aufbau des menschlichen Skeletts am Modell.

Wegen der Pandemie mussten viele Angebote zur Berufsorientierung entfallen. Deshalb gibt es bis zu den Sommerferien auf dem Gelände des Jugendgästehauses in Duderstadt den Berufe-Parcours der Jugendberufsagentur.

Duderstadt – Der Landkreis Göttingen und die Göttinger Agentur für Arbeit finanzieren das Angebot zur Erkundung beruflicher Talente und Interessen. Umgesetzt wurde das Angebot, das bis zum Beginn der Sommerferien läuft, von der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen. Drei Wochen lang können die achten und neunten Klassen der Pestalozzischule, der KGS Gieboldehausen, der Heinz-Sielmann-Realschule und der IGS St. Ursula jeweils einen Vormittag lang verschiedene Berufsfelder praktisch erkunden. Das Angebot wurde in den Schulen gut vorbereitet und wird von etwa 150 Schülerinnen und Schülern genutzt.

„Wir stellen aktuell eine Verunsicherung bei der Berufswahl und der Ausbildungsplatzsuche der Schulabgängerinnen und Schulabgänger fest“, sagt Kreisrat Marcel Riethig mit Blick auf die ausgefallenen Aktionen zur Berufs-Orientierung. Mit dem Berufe-Parcours soll den Schülern ein Ersatzangebot unterbreitet werden, da auch die Schulpraktika ausfallen mussten. Andererseits sollen so jüngere Schüler auf die Wahl ihres Praktikumsplatzes vorbereitet werden.

Klaudia Silbermann, Chefin der Agentur für Arbeit Göttingen „Die Berufswahl sollte grundsätzlich in drei Schritten vorbereitet werden: Orientieren – Entscheiden – Bewerben.“ Nach ihrer Erfahrung erfordert eine fundierte Berufswahl Zeit. Daher ist es laut Silbermann wichtig, sich nicht erst nach dem Schulabschluss darüber Gedanken zu machen. „Wer sich frühzeitig über seine Fähigkeiten und Talente im Klaren ist, wird auch sicherer bei der Berufswahl.“ Eine solide, umfängliche Berufsorientierung trägt laut Silbermann dazu bei, Ausbildungsabbrüche zu verringern. „Ein Ausbildungsabbruch ist natürlich kein Weltuntergang, kostet aber Betriebe wie Auszubildende letztlich Zeit und Geld und führt nicht selten auf beiden Seiten zu vermeidbaren Frustrationen“, so die Göttinger Agenturchefin.

Die Jugendberufsagentur, ein Kooperationsprojekt von Berufsberatung der Arbeitsagentur, Fallmanagement U 25 des Jobcenters Duderstadt und Jugendberufshilfe des Landkreises Göttingen, existiert seit 2019. Mitglieder des Netzwerks sind die Schulen. Ziel ist es, die jeweiligen Hilfsangebote aufeinander abzustimmen, sodass möglichst kein Jugendlicher am Übergang von der Schule in den Beruf verloren geht. (Bernd Schlegel)

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