In Spanien drohte der Tod

Ein Jahr danach: Daria und Doro wurden von der Stiftung für Bären gerettet

Auf dem Bild sind die beiden Bärinnen Daria und Doro zu sehen. Sie wurden vor einem Jahr von der Stiftung für Bären aus Spanien gerettet. Doro (rechts) lebt seitdem im Alternativen Bärenpark in Leinefelde-Worbis im Obereichsfeld, Daria befindet sich im Projekt Schwarzwald
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Die Bären Daria (links) und Doro wurden von der Stiftung für Bären vor einem Jahr aus Spanien gerettet.

Vor einem Jahr wurden die ehemaligen Zoobären Daria und Doro von der Stiftung für Bären aus einem Zoo in Südspanien befreit.

Vier Tage, vier Nächte und 5000 Kilometer dauerte die wohl spektakulärste Rettungsaktion in der Geschichte der Tierschutzorganisation, wie die Stiftung mitteilte. Doro kann man im Bärenpark in Leinefelde-Worbis besuchen und Daria befindet sich im Projekt Schwarzwald.

Die beiden Bären seien in einem portugiesischen Zoo „produziert“ worden und noch im Welpenalter ins Nachbarland Spanien verkauft worden. Im Süden des Landes erwartete die Tiere ein tristes und ausbeuterisches Leben mit Steinmauern, Sandboden und einem großen Fenster, hinter dem die Besucher sie zum „Männchen machen“ animierten. Anfang 2019 wurden die Bären mit anderen Tieren im verlassenen Zoo zurückgelassen. Dank freiwilliger Helfer vor Ort konnten die Tiere notdürftig versorgt werden, bis das Einsatzteam der Stiftung für Bären Daria und Doro retten konnte. Die Vierbeiner waren abgemagert, halb verhungert, hatten kaum noch Fell und waren mit Parasiten und Ekzemen übersät.

Bernd Nonnenmacher, Geschäftsführer der Stiftung für Bären in Leinefelde-Worbis im Obereichsfeld

Ein Jahr später seien die beiden kaum noch wiederzuerkennen. Sie haben sich ausgezeichnet entwickelt und hervorragend eingelebt. Zudem habe sich ihr Fell erholt. Zum ersten Mal in ihrem Leben konnten die Bären auch in Winterruhe gehen. „Daria und Doro sind ein trauriges Beispiel dafür, wie respektlos der internationale Wildtierhandel ist. Aber sie zeigen ebenso, dass sich auch die Rettung von Tieren im hohen Alter lohnt und sie beweisen, wie wichtig ein natürliches Umfeld für Wildtiere ist“, sagt Bernd Nonnenmacher, Geschäftsführer der Stiftung für Bären.

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