Ehrung durch Niedersächsisches Kultusministerium

Grenzlandmuseum in Eichsfeld als Lernort für Demokratiebildung ausgezeichnet

Blick auf den Außenbereich des Grenzlandmuseums Eichsfeld. Dort ist mittig ein Hubschrauber aufgebockt und rechts sieht man ein braunes Gebäude.
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Blick auf den Außenbereich des Grenzlandmuseums Eichsfeld: Es wurde als „Lernort Demokratiebildung“ ausgezeichnet.

Das Niedersächsischen Kultusministerium hat das Grenzlandmuseum im thüringischen Eichsfeld als ersten „Lernort Demokratiebildung“ ausgezeichnet.

Teistungen/Hannover – Die Ehrung erfolgte beim vierten länderübergreifenden Projekttags „Treffpunkt Grenze“, der gemeinsam vom Niedersächsischen Kultusministerium, dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Grenzlandmuseum Eichsfeld organisiert wird, wie das niedersächsische Kultusministerium am Dienstag in Hannover mitteilte.

Es sie ein erklärtes Ziel des niedersächsischen Kultusministeriums, Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgerinnen und Bürger zu machen, die sich aktiv, kritisch und selbstreflektiert in demokratische Prozesse einbringen können, erläuterte Staatssekretärin Gaby Willamowius: „Deshalb stärken wir die politische Bildung und die Demokratiebildung von Anfang an.“

Das Grenzlandmuseum in Teistungen sei ein historischer Ort der niedersächsischen, deutschen und europäischen Geschichte, der auf vorbildliche Art und Weise mit Leben gefüllt werde, sagte Willamowius. „Die hier geleistete Arbeit halte ich für enorm wichtig, und ich gratuliere allen daran Beteiligten ganz herzlich zur äußerst verdienten Anerkennung als erster ausgezeichneter Lernort Demokratiebildung in Niedersachsen.“

Lernort Grenzlandmuseum: Über Fluchten und Fluchtversuche, Repressionen und politische Haft

Im Anschluss an die Ehrung beschäftigten sich Jugendliche aus der Realschule am Röddenberg in Osterode und der Staatlichen Regelschule Niederorschel im Grenzlandmuseum in Workshops mit den Erfahrungen und Schicksalen eingeladener Zeitzeugen, hieß es. Dabei sei es um Fluchten und Fluchtversuche, Repressionen, politische Haft und Freikauf sowie Erfahrungen unangepasster Jugendlicher in der DDR in den Jugendwerkhöfen gegangen.

Zum Projekttag „Treffpunkt Grenze“ wird den Angaben zufolge seit 2017 jährlich eingeladen. Schülerinnen und Schüler aus Niedersachsen und Thüringen könnten sich dabei länderübergreifend die gemeinsame jüngste Geschichte erarbeiten. (epd/Bernd Schlegel)

Kontakt

Grenzlandmuseum Eichsfeld, Duderstädter Str. 7, 37339 Teistungen, grenzlandmuseum.de

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