Veranstaltungsreihe

Grenzlandmuseum im Eichsfeld erinnert an Mauerbau vor 60 Jahren

An der früheren Grenze: Ein Schild erinnert heute zwischen Duderstadt und Teistungen an die Teilung.
+
An der früheren Grenze: Ein Schild erinnert heute zwischen Duderstadt und Teistungen an die Teilung.

Mit einer Veranstaltungsreihe erinnert das Grenzlandmuseum Eichsfeld bei Duderstadt an den Beginn des Baus der Berliner Mauer vor 60 Jahren.

Duderstadt – Von Freitag bis Sonntag, 13. bis 15. August, sind im und um das Museum unter anderem Film- und Theater-Aufführungen sowie eine Gedenkwanderung geplant, wie eine Sprecherin mitteilte. Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 ließ die DDR-Führung auch die deutsch-deutsche Grenze weiter ausbauen und militarisieren.

Am Mahnmal auf dem Grenzlandweg, der in unmittelbarer Nähe des Museums verläuft, wollen Vertreter von Kommunen und Verbänden am 13. August um 17 Uhr einen Kranz niederlegen. Als Redner ist der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen, Franz-Josef Schlichting, angekündigt. Ebenfalls am 13. August wird um 20 Uhr auf einer Leinwand am ehemaligen DDR-Beobachtungsturm der Spielfilm „Das schweigende Klassenzimmer“ gezeigt. Darin geht es um 19 Schüler aus Brandenburg, die nach einer Schweigeminute für die Opfer des Ungarn-Aufstandes 1956 von der DDR-Staatssicherheit verfolgt wurden.

Am 14. August läuft ebenfalls ab 20 Uhr der Kult-Film „One, Two, Three“ von Billy Wilder, dessen Dreharbeiten im Sommer 1961 vom Bau der Mauer unterbrochen wurden. Bereits um 16 Uhr gastiert das Buchfink-Puppentheater mit dem Stück „Bis Mitternacht an der Grenze“ im Museum. Erzählt wird darin laut Ankündigung die „Geschichte einer fast unmöglichen Liebe links und rechts des Stacheldrahts“.

Eine Gedenkwanderung am 15. August beschließt das Programm. Unterwegs wird ein Zeitzeugen-Gespräch mit einem langjährigen Beamten des Bundesgrenzschutzes in Duderstadt angeboten. Mitveranstalter der rund vierstündigen Wanderung ist die Heinz Sielmann Stiftung. Treffpunkt ist um 11 Uhr das Gut Herbigshagen, wo die Stiftung ihren Sitz hat.

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld wurde am 11. November 1995 am ehemaligen deutsch-deutschen Grenzübergang Duderstadt/Worbis zwischen Niedersachsen und Thüringen eröffnet.

Es informiert in einer Dauerausstellung auf mehr als 1000 Quadratmetern über die Geschichte der deutschen Teilung. Das Angebot wird im Außenbereich durch noch erhaltene Grenzsicherungsanlagen aus DDR-Zeiten ergänzt. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlege, mit epd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.