Zielgerichtete Unterstützung

Neue Initiative: Hilfe aus dem Eichsfeld fürs Ahrtal

Starkes Bündnis: Bürgermeister Thorsten Feike (3.v.l.) mit den Akteuren der Spenden- und Hilfsaktion „Gemeinsam sind wir stark: Duderstadt hilft dem Ahrtal“.
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Starkes Bündnis: Bürgermeister Thorsten Feike (3.v.l.) mit den Akteuren der Spenden- und Hilfsaktion „Gemeinsam sind wir stark: Duderstadt hilft dem Ahrtal“.

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark: Duderstadt hilft dem Ahrtal“ haben drei Hilfsorganisationen sowie zahlreiche Akteure aus Duderstadt eine Spendenaktion für die Opfer in der besonders stark von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Region auf den Weg gebracht.

Duderstadt – „Wir möchten etwas tun, was nachhaltig ist und gezielt bei betroffenen Familien, Menschen oder Einrichtungen ankommt“, sagte Duderstadts Bürgermeister Thorsten Feike. Bei der Vorstellung des Projekts waren neben den Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser und Caritas Südniedersachsen auch engagierte Duderstädter sowie ein Vertreter der Sparkasse dabei.

Nachdem Geschäftsinhaberin Jenny Koch den Anstoß für eine gemeinsame Aktion gegeben hatte und Feike diese Idee weitergetragen hatte, waren alle Angesprochenen sofort darauf eingestiegen. „Da die Hilfe im betroffenen Ahrtal selbst schon riesengroß ist und es auch an Hilfsgütern nicht mangelt, war der ursprüngliche Plan, hier bei uns vor Ort zu helfen“, sagte Feike. Dazu sollten Gäste aus dem Ahrtal ins Untereichsfeld eingeladen werden. Am Ende entschied man sich dagegen: „Die Familien wollen in der aktuellen Situation einfach nicht auseinandergerissen werden“, so der Bürgermeister.

Stattdessen soll nun also Geld gesammelt werden, mit dem dann gezielt betroffenen Familien geholfen werden kann. „Im Moment ist an Einzelfallhilfe oder gezielte Projekte noch nicht zu denken, aber die Zeit kommt zu einem späteren Zeitpunkt ganz sicher“, sagte DRK-Mitarbeiter Dominik Michels, der am vergangenen Wochenende selbst als Helfer im Katastrophengebiet im Einsatz war. Ähnliche Einschätzungen liegen auch von der Caritas in Ahrweiler vor, bei der Bienenrallye zum Ferienstart schon um Geldspenden geworben und dabei rund 5000 Euro für die Flutopfer gesammelt hatte. „Wir werden das Geld in das neue Bündnis einbringen, da uns die konkrete, nachvollziehbare Hilfe am Herzen liegt“, betonte Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt. Außerdem sei es in dieser nach wie vor schlimmen Situation wichtig, den betroffenen Menschen nach der Not- und Katastrophenhilfe eine Perspektive zu geben – und das auf möglichst menschlicher Ebene. „Die Hilfe aus Duderstadt soll mehr sein als ein Feuerwerk, das schnell wieder verpufft“, so Regenhardt.

Sobald das Duderstädter Bündnis das gespendete Geld verwendet, soll darüber öffentlich berichtet werden. Durch DRK, Caritas und Malteser sind direkte Kontakte ins Ahrtal gesichert. (Per Schröter)

Spendenkonten: (Stichwort jeweils „Flutopfer“) – Caritas: Sparkasse Duderstadt, IBAN DE18 2605 1260 0010 1214 16, BIC NOLADE21DUD; Deutsches Rotes Kreuz: VR-Bank Mitte, IBAN DE34 5226 0385 0100 0478 80, BIC GENODEF1ESW.

Ottobock-Foundation hilft 50 Familien mit je 10.000 Euro

Die Duderstädter Ottobock-Foundation will Betroffenen mit behinderten Angehörigen in den Flutgebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen helfen. Konkret sollen 50 Familien mit je 10.000 Euro unterstützt werden.

Die Unterstützung durch die Ottobock Global Foundation haben Gründer Prof. Hans Georg Näder und seine Töchter auf eine halbe Million Euro aufgestockt. „Unser Fokus liegt dabei auf Familien mit Angehörigen, die eine Behinderung haben. Sie brauchen unsere volle Unterstützung, um die Katastrophe zu verarbeiten und einen Schritt in Richtung Normalität ma chen zu können“, sagt Prof. Näder.

Der Kontakt zu den Familien wird über die Lebenshilfe hergestellt. Die Betroffenen sollen dann selbst über die Verwendung entscheiden. Weitere Infos gibt es hier. (bsc)

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