1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Eichsfeld

Ottobock: Schnelle Hilfe für Sportler mit Handicap bei den Paralympics

Erstellt:

Von: Bernd Schlegel

Kommentare

Bei den etwa 400 Reparatureinsätzen der Mannschaft von Ottobock bei den Paralympics in China war das gesamte Können und höchste Konzentration der der Mitarbeiter gefordert.
Bei den etwa 400 Reparatureinsätzen der Mannschaft von Ottobock bei den Paralympics in China war das gesamte Können und höchste Konzentration der Mitarbeiter gefordert. © Ottobock/nh

Geht nicht, gibt es nicht: Unter diesem Motto stand der Einsatz von Ottobock bei den Paralympischen Winterspielen in der chinesischen Hauptstadt Peking.

Duderstadt/Peking – 50 Mitarbeiter des Duderstädter Unternehmens stellten bei dem sportlichen Großereignis auch diesmal den technischen Service sicher.

22 Tage lang sorgte das Team an den drei Standorten Peking, Yanqing und Zhangjiakou dafür, dass die AthletInnen sich voll und ganz auf ihre Wettkämpfe konzentrieren konnten. Mit der Abschlussfeier der Spiele am Sonntag endete für die Mitarbeiter des Unternehmens auch die Arbeit in den Werkstätten.

Insgesamt machte das internationale Team mit TechnikerInnen aus zwölf Ländern während der Spiele für fast 400 Reparaturen. Traditionell bietet Ottobock diesen Service allen Athleten und Team-Mitgliedern an, kostenlos und unabhängig vom Fabrikat des jeweiligen Hilfsmittels. Egal ob Orthopädietechniker, Rollstuhlspezialisten oder Schweißer: In jeder der drei Werkstätten standen entsprechende Fachkräfte bereit und konnten allen Bedürfnissen der Paralympics-Sportler gerecht werden. So konnte jede Reparatur bewältigt werden. Neben kleineren Routinearbeiten, wie beschädigte Rollstuhlreifen, wurden auch ganze Prothesenteile repariert – und das oft unter großem Zeitdruck und den hoffnungsvollen Blicken der unruhigen Sportler vor der Werkbank. Kreativität war bei so mancher Spezialanfertigung gefragt. So ermöglichten es die Techniker Athleten, überhaupt bei der Eröffnungsfeier die Fahne für das eigene Land in das Olympiastadion in Peking zu tragen. Eine individuelle Vorrichtung für seine Unterarm-Gehstütze machte es möglich.

Rollstühle mussten ebenfalls während der Paralympics instand gesetzt werden.
Rollstühle mussten ebenfalls während der Paralympics instand gesetzt werden. © Ottobock/nh

Peter Franzel, Head of Exhibitions, Sports & Events zieht ein positives Fazit nach rund drei Wochen in China: „Die enorme Dankbarkeit, die uns von den Menschen dafür entgegengebracht wird, ist schon sehr besonders. Das ist unser Lohn und gleichzeitig motiviert es uns, unser großes Engagement für die Paralympics weiterzuführen.“

Bereits seit den Paralympischen Spielen 1988 in Seoul engagiert sich Ottobock für den internationalen Behindertensport. Mit vier Orthopädietechnikern in einem kleinen Service-Zelt begann damals die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC). Erst im vergangenen Jahr haben Ottobock und das IPC ihre Kooperation bis mindestens 2032 verlängert. Mit den paralympischen Sommerspielen 2024 in Paris steht der nächste Höhepunkt schon bevor. Die Vorbereitungen haben bei dem Medizintechnikunternehmen bereits begonnen.

Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel)

Auch interessant

Kommentare