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Sprengung von Geldautomat: Vierter Angriff auf Eichsfelder Bankfiliale

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Von: Bernd Schlegel

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Spurensicherung am Morgen danach: Noch hat die Polizei keine heiße Spur von den Tätern.
Spurensicherung am Morgen danach: Noch hat die Polizei keine heiße Spur von den Tätern. © Gregor Mühlhaus

Ein Geldautomat im Eichsfeld ist gesprengt. Es ist bereits der vierte Angriff auf eine Bankenfiliale in Worbis. Die Polizei fahndet nach den Tätern.

Worbis – Bereits zum vierten Mal wurde ein Geldautomat in einer Bankfiliale in Worbis angegriffen. Die Anwohner wurden in der Nacht zum Mittwoch durch eine Sprengung aus dem Schlaf gerissen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 2.50 Uhr. Zwei laute Knallgeräusche im Abstand von vier Minuten sorgten dafür, dass die Anwohner wach wurden. Die Polizei war sofort mit einem Großaufgebot vor Ort. Ob und wie viel Bargeld die Täter erbeutet haben, konnte die Landespolizeiinspektion in Nordhausen am Mittwoch noch nicht sagen. Laut Polizei konnte den Tätern unterdessen ein PS-starkes Fahrzeug zugeordnet werden. Sie flüchteten nach der Tat in Richtung Autobahn 38.

Polizei löst umfangreiche Fahndung aus – bislang ohne Erfolg

Die Eichsfelder Polizei löste deshalb umfangreiche Fahndungsmaßnahmen aus - auch in den angrenzenden Bundesländern, darunter auch im Landkreis Göttingen. Allerdings führten diese bislang noch nicht zum gewünschten Erfolg. Zur Schadenshöhe an dem Gebäude kann die Polizei noch keine Angaben machen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Sprengung in der Nacht zum Mittwoch: Der Geldautomat wurde zerstört.
Sprengung in der Nacht zum Mittwoch: Der Geldautomat wurde zerstört. © Gregor Mühlhaus

Die Lange Straße in Worbis musste während der Sicherung der Beweise gesperrt werden, der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

Bei einem früheren Angriff auf einen Geldautomaten der Bankfiliale hatten die Täter mit brachialer Gewalt versucht, zu einem Erfolg zu kommen. Das misslang allerdins. Der Geldautomat in der Worbiser Innenstadt war erst seit einigen Wochen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, nachdem er nach einem Feuerwehreinsatz im vergangenen Jahr erneut geschlossen werden musste.

Sprengungen von Geldautomaten häufen sich

In den vergangenen Wochen häufen sich Angriffe auf Geldautomaten. Kurz vor Weihnachten waren drei Automaten im Kauf-Park in Göttingen gesprengt worden. Von diesen Tätern fehlt bislang jede Spur. Am vergangenen Samstag sprengten drei junge Männer einen Geldautomaten in Torfhaus im Oberharz. Bei der anschließenden Flucht verunglückten sie mit ihrem Wagen. Danach nahmen sie eine Autofahrerin als Geisel. Das Auto konnte später von der Polizei gestoppt werden. Alle vier Insassen blieben unverletzt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück ergingen Haftbefehle gegen die drei jungen Männer, zwei von ihnen waren demnach 18 Jahre alt, einer von ihnen 20. Die polizeilichen Ermittlungen werden in diesem Fall von der Zentralen Kriminalinspektion Braunschweig geführt. Diese prüft, ob die Verdächtigen auch für weitere Taten in Frage kommen. (Bernd Schlegel und Gregor Mühlhaus)

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