Tiere erfolgreich gerettet

Stiftung für Bären im Eichsfeld befreit zwei Wolfshybriden

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Stiftung für Bären befreit zwei Wolfshybriden aus illegaler Privathaltung. 

Zwei Wolfshybriden wurden nach fünf Jahren in illegaler Privathaltung in Baden-Württemberg am Mittwoch beschlagnahmt. Die Tiere seien nun im Thüringer Tierschutzprojekt der Stiftung für Bären angekommen, teilte die Stiftung mit.

Bei den beschlagnahmten Tieren handle es sich um einen Rüden und eine Fähe. Im Tierschutzprojekt in Leinefelde-Worbis werden die Wolfshybriden ihre Eingewöhnungszeit in Ruhe verbringen – ohne Besucher. Mit einem Kamerasystem ermögliche das Team die Beobachtung der Tiere. Die beiden Vierbeiner, Ronja und Raik, fühlen sich im Dickicht ihres neuen Zuhauses wohl.

Das Schicksal der beiden Tiere sei jedoch keine Seltenheit. Die Kreuzung aus Wolf und Haushund werden bis zur fünften Generation wie Wölfe klassifiziert und sind rein optisch kaum von ihnen zu unterscheiden. Dies sei allerdings eine massive Gefährdung für den Artenschutz sowie für die Halter. Wildtiere seien schließlich für ein Leben in der freien Natur angepasst. 

Die Wolfshybriden Raik und Ronja. 

„Wer die Zucht von Wolfshybriden unterstützt weiß gar nicht, was er den Tieren damit antut. Sie dürfen nicht in der Natur leben und sie wie einen Hund im Haushalt zu halten ist eine schreckliche Qual für sie. Es müssen also 2 Dinge geschehen: die Zucht dieser Tiere muss eingedämmt werden und im Gegenzug genügend Platz für die Unterbringung der beschlagnahmten Tiere entstehen“, sagt Bernd Nonnenmacher, Geschäftsführer der Alternativen Bärenpark GmbH.

Wenn Wolfshybriden in der Natur vorkommen, müssen sie laut EU Richtlinien entnommen werden, um die Reinheit der Art Wolf nicht zu gefährden. Unterbringung in Tierschutzeinrichtungen mit weitläufigem Gelände und genügend Rückzugsmöglichkeiten seien dabei die bestmögliche Alternative. Doch an Einrichtungen wie Projekte der Stiftung für Bären mangle es in ganz Europa. 

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