1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Eichsfeld

Durchsuchung in Wohnhaus in Duderstadt: Polizei findet Zünder, Munition und Chemikalien

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Bernd Schlegel

Kommentare

Blick in die Steintorstraße in der Duderstädter Altstadt: Sie musste wegen des Einsatzes von Polizei und Feuerwehr gesperrt werden. Ein Haus wurde wegen verdächtiger Chemikalien durchsucht.
Blick in die Steintorstraße in der Duderstädter Altstadt: Sie musste wegen des Einsatzes von Polizei und Feuerwehr gesperrt werden. Ein Haus wurde wegen verdächtiger Chemikalien durchsucht. © Bernd Schlegel

In einem Wohnhaus in Duderstadt sind offenbar verdächtige Chemikalien gelagert. Die Polizei findet auch Zünder und Munition. Deshalb sind Spezialisten des Landeskriminalamtes im Einsatz.

Update vom 25.08.2022, 16.30 Uhr: Die Hausdurchsuchung in Duderstadt wurde unterdessen abgeschlossen. Zur Unterstützung der Ermittler bei der Begutachtung der zahlreichen Räume in dem unübersichtlichen Haus waren am Morgen Einsatzkräfte der Zentralen Polizeidirektion aus Braunschweig angereist .Am mittlerweile dritten Einsatztag stießen die Ermittler im Gebäude auf diverse, augenscheinlich unsachgemäß verbaute Elektronikkomponenten und eine Vielzahl unsachgemäß gelagerter chemischer Substanzen.

Wegen des Fundes von Munition, Zündern von Übungshandgranaten und eines verbotenen Wurfmessers leiteten die Beamten Ermittlungen gegen den 43 Jahre alten Eigentümer wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz ein .Bei der Durchsuchung vorgefundene, potenziell gefährliche Gegenstände und Substanzen, die nicht von strafrechtlicher Relevanz waren, wurden im Anschluss der fachgerechten Entsorgung einer Sondermülldeponie im Landkreis Göttingen zugeführt.

Der 43-jährige Duderstädter war bereits am Dienstag nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden.

Unklar ist weiterhin, wann der Mann in sein Haus zurückkehren kann. Der Polizeieinsatz brachte auch erhebliche bauliche Mängel ans Licht, die vermutlich zunächst von den zuständigen Behörden begutachtet werden müssen.

Update vom 25.08.2022, 7.55 Uhr: Auch am Donnerstag dauern die Untersuchungen von Spezialisten in einem Wohnhaus in Duderstadt an. Dort wird die Suche nach verdächtigen Chemikalien fortgesetzt. Es handelt sich laut Polizei um ein „insgesamt unübersichtliches, mehrstöckiges Wohnhauses“. Wie lange die Ermittler damit beschäftigt sein werden und ob es gelingt, die arbeitsintensive Maßnahme noch am Donnerstag abzuschließen, ist noch unklar.

Angeforderte Experten des Landeskriminalamtes aus Hannover hatten am Mittwoch in den späten Vormittagsstunden mit der Begutachtung der Räume sowie der „Bestimmung von vorgefundenen, chemischen Substanzen“ begonnen. Dabei stießen die Ermittler auf zwei Reagenzgläser, die unbekannte kristalline Stoffe enthielten. Der verdächtige Fund wurde noch am Nachmittag gegen 14.30 Uhr auf dem Hinterhof des Hauses vernichtet. „Die Maßnahme verlief ohne Zwischenfälle“, so die Polizei. Sachschäden entstanden nicht. Etwa 20 Bewohner angrenzender Gebäude mussten vorsorglich vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.

Schließlich wurden am Mittwoch im Laufe des Nachmittag die Arbeiten erneut unterbrochen. Die Eingänge des Haus wurden versiegelt und auf Veranlassung der Polizei gegen unbefugtes Betreten gesichert. Der 43 Jahre alte Hauseigentümer kam inzwischen anderweitig unter.

Für die Dauer des Einsatzes von Polizei, Landeskriminalamt und Feuerwehr war die Steintorstraße bis zum späten Nachmittag voll gesperrt. Einsatzkräfte der Zentralen Polizeidirektion aus Hannover leiteten den Verkehr um.

Erstmeldung vom 25.08.2022, 13.50 Uhr: Duderstadt – Chemikalien-Spezialisten waren am Dienstag und Mittwoch in einem Wohnhaus in Duderstadt bei Göttingen im Einsatz. Laut Polizei gab es Hinweise, dass dort verdächtige Substanzen gelagert werden.

In dem Haus stießen die Ermittler bei dem Einsatz nach Angaben der Göttinger Polizei auf eine Vielzahl von Chemikalien sowie andere Substanzen. Sie wurden am Mittwoch von angeforderten Experten des Landeskriminalamtes es aus Hannover geborgen und sollen nun weiter untersucht werden. Wann die Begutachtung abgeschlossen sein wird, stand aber am Mittwoch noch nicht fest.

Für den Einsatz wurde die Steintorstraße in der Duderstädter Innenstadt gesperrt, berichtete die Polizei. Die Beamten leiten außerdem den örtlichen Verkehr um. Bei dem betroffenen Wohnhaus handelt es sich um ein Fachwerkhaus.

Am Mittwoch wurde die Vernichtung von zwei gefundenen Reagenzgläsern, die einen kristallinen Stoff enthalten, vorbereitet. Die Entsorgung muss auf dem Hinterhof des Gebäudes erfolgen. Für die Arbeiten wurde ein Löschzug der Feuerwehr angefordert.

Außerdem müssen die Nachbarn während der Vernichtungsaktion ihre Häuser verlassen. Polizei und Stadt regeln vor Ort den genauen Ablauf. Die Ermittlungen der Beamten in diesem Fall dauern weiterhin an. (Bernd Schlegel)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion