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Wallfahrt im Eichsfeld: Bischof verurteilt Ukraine-Krieg

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Männerwallfahrt: Etwa 6000 Gläubige waren ins Obereichsfeld gekommen.
Männerwallfahrt: Etwa 6.000 Gläubige waren ins Obereichsfeld gekommen. © Gregor Mühlhaus

Zur traditionellen Männerwallfahrt zum Klüschen Hagis bei Wachstedt im Obereichsfeld waren diesmal etwa 6.000 Wallfahrer gepilgert.

Wachstedt – Nach drei Jahren Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie feierte der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr mit Weihbischof Reinhard Hauke, mehreren Priestern und den Pilgern ein Festamt vor der Wallfahrtskirche.

Das Leitwort der Wallfahrt hieß „Wende doch, Herr, unser Geschick“. Neymeyr ging während seiner Predigt auf die brennenden Themen der Zeit ein.

So verurteilte der Geistliche den russischen Einmarsch und den Krieg in der Ukraine auf das Schärfste. „Mit tiefer Erschütterung haben wir alle miterleben müssen, wie die Friedensordnung, die wir uns nach dem Fall der Mauer vor mehr als 30 Jahren erhofft hatten, niedergerissen worden ist“, macht der Erfurter Bischof deutlich.

Auch die Corona-Pandemie mit ihren Begleiterscheinungen, Einschränkungen und Folgen thematisierte der Geistliche. Schließlich fand Neymeyr noch klare Worte zum sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche und zum vom Menschen verursachten Klimawandel.

Zum Abschluss gab es noch ein Themenanspiel des Organisationsteams mit fünf apokalyptischen Reitern, das die Ernsthaftigkeit der aktuellen bedrückenden Ereignisse in der Welt in den Vordergrund stellte. (zgm)

Weitete Informationen unter wallfahrten-eichsfeld.de

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