26-jährige Braunbärin zieht von Halle nach Worbis

Tierpark für alte Bären: Entspanntes Leben für Neuzugang Conny

Chillen: Die 26 Jahre alte Bärin Conny aus dem Zoo Halle/Saale wird ihren Lebensabend in dem Alternativen Bärenpark Worbis verbringen können, dort leben die Tiere artgerecht, werden Stressfaktoren vermieden. Foto: nh

Göttingen/Worbis. Dieser Tierpark ist ein besonderer: Im Alternativen Bärenpark Worbis (Eichsfeldkreis) finden alte Tiere und Problembären einen würdigen Lebensraum. Jetzt gibt es Zuwachs: „Conny“, eine Bärin aus dem Tierpark Halle, wird in Worbis einziehen.

Bereits im Oktober erreichte die „Stiftung für Bären“ eine besondere Anfrage: Der Zoo in Halle/Saale suchte für seine Bärendame „Conny“ ein neues Zuhause.

Die dortige Bärenanlage stammt teils noch aus DDR-Zeiten und entspricht nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Bärenhaltung. Jetzt beenden die Zoo-Verantwortlichen die Braunbärenhaltung. Stattdessen möchte man sich in Halle verstärkt der Erhaltung bedrohter Wildtierarten widmen.

Conny darf nun – ganz im Sinne der Zoo-Verantwortlichen – in die komfortablen Gehege in Worbis umziehen. Der Alternative Bärenpark hat sich bereit erklärt, der 26 Jahre alten Braunbärin einen Platz im Worbiser Bärenwald zu geben, „damit sie dort noch viele schöne Jahre verbringen kann“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Der Umzug der gut gepflegten 26-jährigen Braunbärin soll so schonend wie möglich erfolgen. Deswegen wurde vom Bärenparkteam am Donnerstag eine Transportbox nach Halle gebracht. Die Tierpfleger vor Ort gewöhnten Conny behutsam an die Box, damit beim Transport möglicherweise sogar auf eine Betäubung verzichtet werden konnte. Erst wenn das Tier ganz vertraut mit der Kiste ist, wird es in den Bärenpark nach Worbis umziehen.

Betrieben wird der Alternative Zoo in Worbis von der „Stiftung für Bären“, deren Mitarbeiter seit der Gründung vor mehr als zehn Jahren über 60 Bären aus schlechten Haltungen befreit und davon viele in ihren Alternativen Bärenparks in Worbis, Thüringen, und im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald untergebracht. Im zehnten Jahr nach der Gründung resümmiert Rüdiger Schmiedel: „Wir haben viel erreicht, aber auch noch viel vor uns.“ Der Geschäftsführer der Stiftung, Rüdiger Schmiedel sagt, dass noch immer Zoos ihren Bärennachwuchs an dubiose Quellen wie Zirkusse verschachern, wo die Tiere nicht verhaltensgerecht gehalten werden können.“

Mehrfach würden sie ihre Halter wechseln und dabei teilweise weltweite Odysseen ertragen müssen.

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