Eine alte Bombe und 96 in Gefahr - Peter Mlodoch über die Woche in Hannover

+
Berichtet aus Hannover: Peter Mlodoch

Bei der großflächigen Evakuierung wegen der Bombenentschärfung in Hannover waren einige Institutionen ausgenommen, obwohl sie eigentlich im Ein-Kilometer-Umkreis des Fundorts lagen: das NDR-Funkhaus, das Henrietten-Krankenhaus, das Landesmuseum – dort durften Mitarbeiter bleiben.

Das Personal der Staatskanzlei musste dagegen die Regierungszentrale verlassen; über einen explosionssicheren Schutzraum verfügt der Amtssitz von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nicht.

Zweifel an seiner Niedersachsen-Treue hat der grüne Landtagsabgeordnete Heiner Scholing ausgelöst. Der Schulexperte seiner Fraktion hatte das von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) verfügte Ende der Schulkooperationen mit dem Gasförder-Verband WEG gelobt. Dies sei schließlich eine unzulässige Einflussnahme der Wirtschaft auf den Unter richt gewesen. „Das ist so, als ob Hauptsponsor Evonik die Startaufstellung von Borussia Dortmund bestimmen würde“, sagte Scholing und outete sich als BVB-Fan. Das rief den Chef-Kommunikator des vom Kooperationsstopp zumindest indirekt betroffenen Kasseler Gas-Unternehmens Wintershall, Michael Sasse, auf den Plan. „Wie, bitteschön, kann ein Landtagsabgeordneter aus Niedersachsen so offen Werbung für einen West-Klub machen?“, fragte der Anhänger der abstiegsgefährdeten Fußballtruppe von Hannover 96 bitterböse. (ymp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.