Einsätze für Rettungskräfte im Jahr 2016: Windhose zog Schneise in Dramfeld

Kräftige Bäume einfach umgelegt: Ein Tornado richtete in Dramfeld im September großen Schaden an. Foto:Triesch

Göttingen. Im abgelaufenen Jahr hatten die Rettungskräfte im Landkreis Göttingen zahlreiche große Einsätze. Hier ein kleiner Rückblick.

Den 4. September 2016 werden die Menschen in Dramfeld bei Friedland nicht vergessen: Leichter Wind weht, dann geht alles schnell: Sturm zieht auf, eine Windhose in wahnsinnigem Tempo von West nach Ost über den Rosdorfer Ortsteil hinweg, genauer gesagt: durch das Dorf.

Stühle, Ziegel fliegen durch die Luft, stürzen zu Boden. Der Tornado lässt mit Geschwindigkeiten bis 180 Stundenkilometer 30 Zentimeter starke Bäume abknicken. Mehr als 35 Dächer und Häuser werden beschädigt. Niemand wird ernsthaft verletzt - fast ein Wunder. Der erfahrene Gemeindebrandmeister Martin Willing stellt fest: „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Kompostwerk brennt

Ein Feuer hält die Einsatzkräfte tagelang Ende August in Atem: Am 28. August brennt es auf dem Kompostwerk Königsbühl. Tag und Nacht kämpfen Feuerwehrleute gegen die Flammen. Die Rauchwolke war bis Northeim und darüber hinaus zu sehen. Das Löschwasser wird über mehrere hundert Meter von der Leine bis zur Deponie gepumpt. Eine Halle wird zum Raub der Flammen. Der Schaden geht in die Millionen.

Brandanschlag

Für Bestürzung sorgt im April ein Anschlag auf das Haus der Verbindung Corps Hannovera. Unbekannte zündeten einen Schuppen an, der an ein Wohnhaus grenzt. Menschenleben werden gefährdet. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler zeigt sich erschüttert über den Akt. (tko)

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