Ab Ende Januar ist Betrieb im Leistungszentrum der BG-Basketballer

Von Außen fertig: Das Leistungszentrum in Göttingen für die Profi-Abteilung der BG Göttingen neben der S-Arena auf dem ehemaligen Gelände der Godehard-Sporthalle. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Auf dem sporthistorischen Gelände der abgerissenen Godehard-Sporthalle, in der Göttinger Basketballer drei deutsche Meisterschaften feierten, wächst ein für die deutsche Basketball-Landschaft einmaliges Leistungszentrum. Ende Januar soll es fertig sein.

4,2 Millionen Euro investiert der Bauherr und Eigentümer, die städtische Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF), in das Projekt. Mieter ist die Profi-Abteilung der BG Göttingen, die wiederum einen Untermieter hat: Das Reha-Zentrum Rainer Junge wird auf 600 Quadratmetern eine Niederlassung betreiben: Tür an Tür mit dem Basketball-Zentrum. „Verletzte Spieler können sofort versorgt und behandelt werden“, nennt BG-Coach Johan Roijakkers einen Vorteil dieser entstehenden Symbiose.

Im Leistungszentrum, das eine Auflage der Basketball-Bundesliga (BBL) für die Lizenz eines Klubs ist, wird ab Ende Januar das Profi-Team der BG trainieren, das aktuell noch in verschiedenen Hallen, auch der Heimspielstätte S-Arena Zeiten hat. Dazu kommen die männlichen Nachwuchsteams. Das Zweitliga-Team der BG-Frauen bleibt in „ihrer“ Sporthalle des Felix-Klein-Gymnasiums (FKG).

Die BG-Bundesliga-Spieler finden im Leistungszentrum professionelle Bedingungen vor. „So etwas hat kein Bundesligist außer uns“, sagt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen.

Auf 2400 Quadratmeter Fläche inklusive der zwei Spielfelder (1200 Quadratmeter) sind auch die Geschäftsstelle, eigene Räume für die Profi-Mannschaft inklusive Video-Zimmer vorhanden. Weiterer Vorteil des Neubaus: Für Göttingens Breitensport verbessert sich mit Inbetriebnahme die Hallensituation, da die BG-Zeiten in anderen Hallen frei für andere Vereine und Gruppen werden. „Es ist eine Investition für den gesamten Göttinger Sport“, sagt GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey.

Mit der Mietzahlung der BG bedient die öffentliche GöSF den Kredit. Was aber passiert, wenn der unbefristete Mieter, die Profi-Abteilung der BG Göttingen, nach einem Abstieg und eventuellem Konkurs nicht mehr zahlen kann? „Dann käme sofort das Stadtsäckel zum Zug.“ Sprich, die Stadt müsste das Geld für die Hallenfinanzierung komplett übernehmen.

Die Belegung der Halle wäre jedenfalls kein Problem, wie Alexander Frey sagt: „Es gibt genügend Bedarf.“ Und: Das Gebäude ist so konzipiert worden, dass es auch zu einer Lager- oder Produktionshalle umgenutzt werden könnte. Ein Szenario, an das derweil aber niemand der Beteiligten denkt: Im Moment herrscht große (Vor-)Freude darauf, dass die Basketballer bald Traumbedingungen für Training, Spielvorbereitung und medizinische Versorgung direkt neben ihrer Heimspielstätte S-Arena vorfinden werden. „Das ist ein Quantensprung für die Entwicklungsmöglichkeiten des Basketballs in Göttingen“, freut sich Frank Meinertshagen. „Sportlich ein enormer Fortschritt“, sagt Trainer Johan Roijakkers, der eigentlich sofort loslegen will.

Das geht aber noch nicht, bremst ihn der Bauleiter und Landsmann Jos de Bakker von der Firma Pellikaan, „wir müssen erst fertig sein“. Die langwierige Suche nach möglichen Kampfmitteln im Boden verzögerten generell die Fertigstellung und jetzt lässt noch der Anschluss an das Fernwärme- und das Telefonleitungsnetz auf sich warten.

Von Thomas Kopietz

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