Engagement in Reha-Klinik

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Herrliche Lage im Grünen: Die Balzerborn-Kliniken in Bad Sooden-Allendorf. Der Komplex gehörte einst der LVA-Hannover, die die Klinik geschlossen und später an die Familie Eymer aus Lübeck verkauft hatte. Die Privat-Betreiber öffneten das Haus 2011 erneut als Reha-Klinik mit anderen Schwerpunkten – ebenfalls nach einem millionenteuren Umbau.

Göttingen/Bad Sooden-Allendorf. Vor den Gebäuden küssen sich zwei feuerrote, riesige Nilpferde. Der Kuss könnte auch Symbol für eine Zusammenarbeit sein, die hier seit der Eröffnung im Mai 2011 zwischen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und den Balzerborn-Kliniken Bad Sooden-Allendorf gepflegt wird.

In der Uni-Stadt wissen viele Menschen nichts von dieser Zusammenarbeit und dem speziellen Angebot der Balzerborn-Kliniken, die jetzt auch eine berufliche Rehabilitation anbietet – in Kooperation mit der Unfallchirurgie der UMG und deren Leiter Prof. Dr. Klaus Michael Stürmer.

Dort wurde jetzt eine neue Abteilung für Berufsgenossenschaftliche Stationäre Weiterbehandlung (BGSW) sowie Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP) eröffnet.

Stark vertreten: Die UMG-Ärzte Dr. Keno Ferlemann, Prof. Dr. Klaus Michael Stürmer und Prof. Dr. Gerhard Müller (v.l.) mit den Klinik-Betreibern Dr. Burkhart Eymer und Ekkehart Eymer. Foto: sff

Anfang des Jahres war der Betrieb angelaufen, die ersten Patienten haben die Verfahren nach Auskunft von Dr. Burkhart Eymer erfolgreich beendet. Er ist geschäftsführenden Gesellschafter und zusammen mit seinem Vater Ekkehart Eigentümer.

Als leitende Ärzte sind in dem 200-Betten-Haus, an das auch ein geriatrisches Zentrum angegliedert ist, die UMG-Mediziner Prof. Dr. Gerhard Müller (Internistische Abteilung) und Prof. Dr. Wolfgang Schultz (Orthopädie) tätig. Müller fungiert als Ärztlicher Direktor.

Bei der Einweihungsfeier betonte UMG-Mediziner Prof. Dr. Klaus Michael Stürmer, der auch im Trauma-Netzwerk Göttingen-Kassel aktiv ist, die Bedeutung einer ambulanten Reha-Möglichkeit, um so wohnortnah den Anschluss an den Beruf wieder herstellen zu können: Um wieder fit zu werden, bedürfe es nicht unbedingt einer Spezialklinik, sondern einer ortsnahen BWSG-Klinik. „Das soziale Umfeld ist enorm wichtig“.

Der Chefarzt der neuen Abteilung, Dr. Keno Ferlemann, ebenfalls von der UMG, beschreibt das Konzept der berufsorientierten Rehabilitation: Um arbeitsnahe Tätigkeiten zu üben, ist ein „Work-Park“ entstanden. Hier werden die speziellen Belastungen simuliert und trainiert. „Wir haben hier eine Vernetzung zwischen großen Häusern mit C-4-Professoren und Wissenschaft, Akutversorgung und Rehabilitation – eine Klinik mit hohem Niveau geschaffen“, umreißt Ekkehart Eymer das Konzept der Balzerborn-Kliniken. (tko/sff)

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