Lionsclubs ließen Entenrennen aufleben – Fünfstelliger Betrag für caritative Zwecke

Enten-Flut auf dem Leinekanal

Lufballons, Fans und die Renn-Enten: Von der Brücke in der Goetheallee stürzten sich die Quietsche-Enten in das Wasser des Leinekanals in der Göttinger Innenstadt.
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Lufballons, Fans und die Renn-Enten: Von der Brücke in der Goetheallee stürzten sich die Quietsche-Enten in das Wasser des Leinekanals in der Göttinger Innenstadt.

Göttingen. „Guck mal Mama, da ist meins, fast ganz vorne“, ruft ein kleiner Junge ganz aufgeregt, als er sein bunt bemaltes Quietsche-Entchen kurz vor dem Zieleinlauf am Waageplatz inmitten der vielen anderer Plastikenten entdeckt.

Die überwiegend gelben Tierchen haben schon mehrere hundert Meter auf dem Leinekanal zurückgelegt. Und gleich entscheidet sich, wer diesen Vorlauf gewinnt und damit in das große Finale am Nachmittag einzieht.

Spannende Momente wie diesen gab es zuhauf bei der Neuauflage des Göttinger Entenrennens, das am Samstag die Massen wie ein Magnet anzog. Vom Startplatz an der Brücke in der Goetheallee bis zum Zielort am Waageplatz herrschte den ganzen Tag über Betrieb. Rund 2000 Enten waren im Vorverkauf an den Mann – oder das Kind – gebracht worden, etliche noch am Veranstaltungstag selbst.

„Für das erste Rennen nach so vielen Jahren sind wir sehr zufrieden“, meinte Cheforganisator Dieter Olowson. Mit seinen Vereinsmitgliedern vom Lionsclubs Göttinger 7 und denen des Lionsclubs Hainberg hatte Olowson die Göttinger Entenrennen-Tradition wieder aufgegriffen. Zehnmal hatten die Mitglieder der Werbegemeinschaft Carree bis 2004 auf dem Leinekanal für Enten-Betrieb gesorgt und den Erlös gespendet.

Und auch diesmal geht der Erlös – ein namhafter fünfstelliger Betrag – an vier caritative Einrichtungen und Projekte: die Pfandfindergruppe St. Georg Göttingen, die Pfadfindergruppe Hohenstaufen Göttingen, das Hospiz an der Lutter und den Förderverein „Kleine Löwen“.

„Unser Dank gilt den vielen Sponsoren, die mit ihren Spenden maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben“, meinte Dieter Olowson. Stellvertretend für alle anderen nannte er die Hauptsponsoren Stadtwerke Göttingen und Städtische Wohnungsbau Göttingen.

Kunststück: Dieser junge Rennstallbesitzer brachte eine kunstvoll aufgemotzte Ente an den Start.

„Ganz hervorragend geklappt“ habe auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen, dem THW und der Freiwilligen Feuerwehr Falkenhagen, deren Jugendabteilung bei der Durchführung der Rennen geholfen habe.

„Und bei einer solchen Begeisterung der Menschen kann man schon jetzt sagen, dass es im kommenden Jahr wieder ein Entenrennen in Göttingen geben wird“, sagte Olowson.

Ach ja: Am Ende siegt die Ente mit der Startnummer 13-3546. Toll waren auch die Teilnehmer am Schönheitswettbewerb: Unter den besten waren unter anderem Enten, die auf einem Globus saßen, oder die schwarzen Rennenten Jake und Elroy Blues, die einst im Film Blues-Brothers die Polizisten narrten. Das Göttinger Gesangsduo Christiane Eben und Rainer Schacht bastelte eine Konzertszene vom KWP-Open-Air nach. (per/tko)

• Ergebnisse und Fotos auch auf www.goettinger-entenrennen.de

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