Mit Eulenaugen in die Göttinger Wissensnacht

Das gehört zur Nacht des Wissens dazu: Bei den zwei bisherigen Ausgaben konnten die Zuschauer Vorwürfen auf der Bühne im ZentralenHörsaalgebäude Aktionen erleben. Archivfoto: Schmidt-Hagemeyer

Göttingen. Die Nacht ist zum Lernen da - und diese Nacht wird interessant: Die Nacht des Wissens am Samstag, 21. Januar, toppt die beiden bisher in Göttingen gelaufenen Vorgänger.

Auf fünf Arealen an 25 Orten wird es 320 Veranstaltungen geben - alles umsonst. Die Universität Göttingen, die Private Fachhochschule (PFH) und die HAWK sowie weitere Institute und Forschungseinrichtunen wollen zeigen, welche dort im normalen Alltag hochspannenden Dinge passieren - von 17 Uhr bis 0.30 Uhr.

„Die Entwicklung ist so, wie wir uns das erwünscht haben“, sagt Regina Lange vom Organisationsteam der Uni-Öffentlichkeitsarbeit.

Die Nacht des Wissens hat nämlich in der Wissensstadt Göttingen etwas ganz Wichtiges geschafft: Immer mehr Institute und Abteilungen wollen sich den Menschen präsentieren, zeigen, was im Inneren an Forschung und Lehre geschieht. „Viele meldeten sich, haben signalisiert, wir wollen dabei sein“, freut sich Regina Lange.

Mehr Personal in Aktion

Ein Viertel mehr Veranstaltungen als vor zwei Jahren sind das beeindruckende Resultat. So ist nun auch das Laser Lab im Uni-Nordbereich mitmachen. Andere erweitern ihre Angebote massiv: So wird das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), ebenfalls am Nordcampus angesiedelt, personell massiv aufrüsten, weil das MPS bei der vorangegangenen Wissensnacht förmlich geflutet wurde: Alle Mitarbeiter wollen dort Interessierte durch die Räume bis in die Werkstatt führen, wo Geräte für Weltraummissionen wie die Sonde Rosetta gefertigt wurden und werden.

Was die Nacht des Wissens ausmacht, wird sich nur einen Steinwurf weiter zeigen: Dort zeigt der Blick durch das Teleskop der Astrophysik, wohin die Raummissionen gingen. Und nur wenige Meter weiter, präsentieren die Show-Talente der Physik, was dieses Fach Spektakuläres im Hörsaal hergibt. Es muss aber nicht immer puffen und krachen: Auch die Geisteswissenschaften bieten spannende wie nachdenkenswerte Veranstaltungen, so im Institut für Demokratieforschung (Demokratierallye für Kinder; Vortrag über AfD/Pegida) und im Kulturwissenschaftlichen Zentrum. Präsentieren werden sich auch die Sonderforschungsbereiche - und versuchen, die manchmal schwer zu fassenden Themen anschaulich zu erklären.

Kurzum: Es ist etwas für alle Zielgruppen dabei, sagt Mitorganisator Benjamin Bühring. 320 Veranstaltungen, da fällt es schwer, sich zu beschränken, weiß Regina Lange. Kollege Bühring pflichtet ihr bei, sagt aber: „Es sollte kein Zwang entstehen, wir machen viele Angebote, und es ist kein Muss, sie abzuarbeiten.“ Die Programmhefte werden an verschiedenen Orten ausgelegt, so in der Tourist-Info. Erkannbar sind sie an den großen Euleaugen auf der Titelseite. Das Programm und weitere Infos gibt es unter www.goettinger-nacht-des-wissens.de

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