"Evil Fight Night": Harte Kämpfe im Göttinger Boxring

Göttingen. Evil Fight Night - die üble Kampfnacht. Dieser Titel einer groß aufgezogenen Profiboxveranstaltung in der Göttinger Sparkassen-Arena war am Freitagabend Programm. Nicht unbedingt sportlich, gab es doch gleich mehrere attraktive und auch hart geführte Kämpfe zu sehen.

Doch was die Zuschauerzahlen anging, erlebten Organisator Erol Ceylan und sein Hamburger Boxstall EC Boxing (ECB) ein mittelschweres Desaster. Anstatt der erhofften 3000 Boxfans wollten sich nur rund 1000 das Spektakel ansehen. Ob es an den Eintrittspreisen von bis zu 300 Euro lag oder daran, dass ausgerechnet der Hauptkampf zwischen Alexander Alekseev und dem Schweizer Agron Dzila wegen gesundheitlicher Probleme des Russen bereits im Vorfeld geplatzt war, mag dahin gestellt sein.

Fest steht, dass sich die Veranstaltung finanziell für die ECB nicht gelohnt haben dürfte - im Gegenteil. Sportlich dagegen hätte es für den aufstrebenden Boxstall gar nicht besser laufen können. Alle seine Kämpfer verließen den Ring am Ende als Sieger. Den Vogel schoss dabei der serbische Schwergewichtler Sanel Papic ab. Im Kampf um den vakanten EBA-Europameistertitel deckte er seinen stark übergewichtigen Kontrahenten Laszlo Toth aus Ungarn unmittelbar nach dem ersten Gong derart mit Schlägen ein, dass dieser bereits nach 33 Sekunden wie ein nasser Sack zu Boden sank und nicht wieder aufstand.

Evil Fight Night in der Sparkassen-Arena

 © HNA/Schröter
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Nicht ganz so schnell, aber nicht weniger überzeugend lief es im Hauptkampf des Abends für ECB-Profi Christian Hammer. Im Kampf um die WBO-Europameisterschaft schickte der Hamburger seinen Gegner Danny Williams, der in seiner langen Karriere immerhin einmal Mike Tyson bezwungen hatte, schon in der ersten Runde auf die Bretter.

Zwar erholte sich Williams von diesem Niederschlag, doch konnte er seinem klar überlegenen Kontrahenten nie das Wasser reichen. Nach einem von Seiten des Engländers sehr unsauber geführten Kampf und mehreren weiteren Niederschlägen hatte Ringrichter Paul Thomas nach knapp zwei Minuten der vierten Runde ein Einsehen und brach den ungleichen Kampf ab. Ein Gefecht auf Augenhöhe erlebte das zumeist fachkundige Publikum im einzigen Frauenkampf des Abends, bei dem es zudem noch um die WBF-Weltmeisterschaft im Halbweltergewicht ging. Nachdem sich die Schwedin Klara Svensson (EC Boxing) und ihre Rumänische Kontrahentin Floarea Lihet zehn Runden lang bearbeitet hatten, fiel das Kampfrichterurteil einstimmig zugunsten Svenssons aus - zur großen Freude von Erol Ceylan. „Ich denke, es war ein toller Boxabend mit vielen spannenden Kämpfen“, meinte der ECB-Boxstallchef.

Er bedauere zwar, dass nicht mehr Zuschauer in der Halle gewesen seien. „Aber wir kommen auf jeden Fall wieder und ich hoffe, dass wir beim nächsten Mal ein paar Ränge mehr füllen“, versprach er eine Wiederholung der Evil Box Night - dann ja möglicherweise mit dem Alekseev-Kampf. (per)

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