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Ex-Skispringer Martin Schmitt sportelt in der Möbelschreinerei Engelhardt

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Von: Per Schröter

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Ex-Skispringer Martin Schmitt zu Gast im Landkreis Göttingen
Sporteinheit mit einem echten Profi: Ex-Skispringer Martin Schmitt redete nicht nur, sondern absolvierte eine Trainingseinheit mit den Mitarbeitern. © Per Schröter

Betriebssport mit einem ehemaligen Profi-Sportler: Das erlebten nun die Mitarbeiter einer Möbelschreinerei im Landkreis Göttingen.

Ebergötzen – Eine Betriebssporteinheit der ganz besonderen Art erlebten am Freitag 21 Mitarbeitende der Möbelschreinerei Engelhardt in Ebergötzen (Landkreis Göttingen) mit dem ehemaligen Weltklasse-Skispringer Martin Schmitt.

Insgesamt 18 Jahre war Martin Schmitt im Skisprung-Weltcup aktiv, wurde zweimal Gesamtweltcupsieger, viermal Weltmeister (im Einzel und mit der Mannschaft), holte zwei Olympische Goldmedaillen sowie zahllose Podestplätze. Seit seinem Karriereende 2014 im Alter von 36 Jahren widmet der Schwarzwälder sein Leben weiterhin dem Sport.

Ex-Skispringer Martin Schmitt hält Vortrag für Mitarbeiter einer Möbelschreinerei

Dazu zählt eine Kooperation mit der Barmer Krankenkasse, für die er im Rahmen der Aktion „Spitzensportler bewegen Mitarbeiter“ in Betriebe geht, dort aus seinem Leben erzählt und zusammen mit den Betriebsangehörigen Sport treibt. Am Freitag war Martin Schmitt bei der Möbelschreinerei Engelhardt in Ebergötzen zu Gast.

Weltklasse-Skispringer Martin Schmitt
Der ehemalige Weltklasse-Skispringer Martin Schmitt bei seinem Vortrag in Ebergötzen. © Per Schröter

„Ich möchte Euch mitnehmen auf eine kleine Zeitreise durch meine Karriere“, sagte der inzwischen 44-Jährige, der wie schon zu seiner aktiven Laufzeit einen extrem sympathischen und bodenständigen Eindruck hinterließ und von Beginn an mit jedem Teilnehmer per du war. Er berichtete, wie er mit sechs Jahren zum Skispringen kam, er als Kind aber eher einer von vielen gewesen und niemand ihm so wirklich eine erfolgreiche Laufbahn zugetraut habe.

Wie er viele Rückschläge und Enttäuschungen (auch in Form von schweren Stürzen mit ebenso schweren Verletzungen als Folge) verkraften musste und als Jugendlicher erstmals mit Druck konfrontiert wurde, als es darum ging, sich einen Kaderplatz zu erkämpfen. Wie ihm Familie und Trainer geholfen haben, als er selbst weiter an sich zweifelte. Und wie sich seine Bemühungen und seine „gute und harte Arbeit“ später doch für ihn auszahlten.

„Wichtig für Erfolg ist, das Beste auch sich rauszuholen und immer den Anspruch an sich selbst zu haben, der Beste werden zu wollen in dem, was man macht“, sagte Martin Schmitt mit Blick auf das Berufsleben.

Wichtig dabei sei auch, den richtigen Trainer oder Chef zu haben, der einen fordert, einem aber auch selbst machen lässt und den Freiraum gibt, sich eigenständig weiterzuentwickeln. „Wenn man sich ein Ziel setzt, muss man aber auch wissen, was auf einen zukommt“, betonte Schmitt. „Und dafür muss man dann auch bereit sein.“

Moderne Mitarbeiterführung gehört für Firmen heutzutage auf die Agenda

Mit diesen Tipps sprach Martin Schmitt seinem Gastgeber Mario Engelhardt aus der Seele. „Themen wie moderne Mitarbeiterführung oder aktive Kreativitätsförderung werden immer wichtiger und sind die Grundsteine für ein Handwerksunternehmen, bei dem wie bei uns Innovation im Vordergrund steht“, sagte der Schreinermeister.

Die rund zweieinhalb Stunden, die der Betrieb für den Vortrag und das anschließende gemeinsame Fitnesstraining mit Einzel- und Gruppenübungen stillstand, habe er nur allzu gerne in Kauf genommen.

„Solch großartige Aktionen schweißen das Team noch weiter zusammen und sind ein Motivationsschub für jeden Einzelnen“, so Engelhardt. Und wenn dann noch jemand wie Martin Schmitt das Ganze leite, könne man als Chef sowieso nicht nein sagen. (Per Schröter)

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