Fachkräfte gesucht: Firmen aus der Region gehen neue Wege

Suche nach geeigneten Bewerbern: Lorenz Bönig von der Arbeitsagentur, Hedayat Afghan und Dalyn Nix von den Hardenberg Hotel- und Gastronomiebetrieben, John Erb und Heike Hinze von der Göttinger Zufall Logistics Group sowie Agenturchef Klaus-Dieter Gläser. Foto: Schlegel

Viele Unternehmen aus Südniedersachsen gehen inzwischen mit kreativen Ideen auf die Suche nach geeignetem Nachwuchs - zwei Beispiele.

Dalyn Nix, bei den Hardenberg Hotel- und Gastronomiebetrieben für das Personal verantwortlich, setzt auf persönliche Gespräche schon im Vorfeld einer Bewerbung. Dabei verschweigt sie nicht die Schattenseiten des Berufs in der Branche: „Wir arbeiten immer dann, wenn die anderen frei haben“, sagt Nix. Sie ist Personalleiterin fürs Burghotel in Nörten sowie für das Hotel Freigeist in Northeim und das Hotel Freigeist in Einbeck. Die Gruppe beteiligt sich zudem aktiv an Ausbildungsmessen und geht auch an die Schulen. Auch deshalb bewerben sich jährlich etwa 250 junge Leute auf die 25 Ausbildungsstellen. Außerdem ist Nix ein Fan von Praktika möglicher Bewerber.

Praktikum

Genau über diesen Weg kam Hedayat Afghan, der aus Afghanistan stammt und seit 16 Monaten in Deutschland ist, zu einer Lehre als Koch im Burghotel. Der 20-Jährige hatte zu einer Spezial-Veranstaltung zu Gastronomie-Berufen im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur in Göttingen, an der sich die Hardenberg Hotel- und Gastronomiebetrieben beteiligten, seine Mappe mitgebracht. Daraufhin absolvierte er ein sechswöchiges Praktikum im Burghotel. Und schnell war klar, dass er in diesem Jahr dort eine Lehrstelle bekommt. Dabei halfen ihm sicherlich auch seine guten Deutschkenntnisse, die er bei einem sechsmonatigen Kurs erwarb.

Lehre nach dem Abitur

Nach dem Abitur fand John Erb den Weg zu einer Ausbildung - als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung bei der Zufall logistics group in Göttingen. „Viele, die an die Uni gehen, wissen gar nicht, wie es in der Praxis ist“, sagt der 22-Jährige, der kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung steht. Während der Zeit hatte er vielfältige Möglichkeiten. So absolvierte er ein einmonatiges Auslandspraktikum in Dänemark. Außerdem lädt Zufall seine Auszubildenden aus insgesamt elf Standorten zu speziellen Seminaren ein.

Um gezielt Bewerber anzusprechen, betreibt Zufall ein spezielles Internet-Portal, das sich bewusst von der Firmen-Homepage unterscheidet. Dort stellen junge Leute ihre Ausbildungsberufe vor. Für 20 Lehrstellen in Göttingen gehen jährlich 250 Bewerbungen ein.

Heike Hinze, bei Zufall in Göttingen für das Personalmanagement verantwortlich, setzt zudem auf Ausbildungsmessen sowie Schulkooperationen. Und sie kündigt an, dass am Standort Göttingen künftig weitere Berufe, Fachinformatiker und Berufskraftfahrer, ausgebildet werden sollen. Weitere Infos gibt es im Internet.

www.der-hardenberg.com www.ausbildung-bei-zufall.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.