Alter Güterbahnhof kommt noch nicht in Frage

Deutsches Theater verlegt Spielort: „Faust“ gibt es in der Lokhalle

In: Das Deutsche Theater wird seine neue Spielzeit 2013/14 in der Göttingern Lokhalle starten. Hier wird Marc Zurmühle den Goethe-Klassiker „Faust“ inszenieren. Foto: Mehle

Göttingen. Das Deutsche Theater wird in der Göttingern Lokhalle die letzte Spielzeit von Intendant Marc Zurmühle mit Goethes Meisterwerk „Faust“ starten – und nicht, wie ursprünglich geplant, in der Halle des ehemaligen Güterbahnhofes.

Dort wären noch Reparaturarbeiten nötig gewesen, deren Beendigung bis zur Spielzeiteröffnung nicht möglich gewesen wäre, das teilte das Deutsche Theater auf Anfrage mit.

Vor allem die Proben für „Faust“ vor Ort wären nicht möglich gewesen. Das Stück soll in mehreren Räumen gespielt werden.

Der alte Güterbahnhof soll aber trotzdem zur neuen Probebühne für das Deutschen Theater werden. Die Vertragsverhandlungen mit der GWG liefen und stünden kurz vor dem Abschluss, hieß es aus Theaterkreisen.

Das Theater möchte seine bisher benutzte Probebühne in der Rudolf-Diesel-Straße in der Nordstadt nicht mehr benutzen. Der alte Güterbahnhof wäre räumlich und logistisch weitaus günstiger, hatte Marc Zurmühle bei der Vorstellung der Pläne vor einigen Monaten gesagt.

Derweil meldet das Deutsche Theater hervorragende Zahlen: Die abgelaufene Spielzeit wird etwa 5000 Besucher mehr bringen – und

Out: Die Hallen des ehemaligen Güterbahnhofes an der gleichnamigen Straße sollen der Faust-Spielort sein. Doch nötige Bau- und Reparaturarbeiten machen das DT-Stück hier unmöglich. Dennoch: Hier soll die Probebühne des DT entstehen. Foto: Kopietz

das bei etwa 50 Veranstaltungen weniger als in der Saison 2011/2012.

Zu dem Ergebnis hat auch das Kulturticket für Studierende beigetragen, das es seit Herbst 2012 in Göttingen gibt und vergünstigten Eintritt bietet: „Der Anteil der studentischen Besucher konnte um rund 3600 gesteigert werden“ meldet DT-Sprecherin Sara Örtel. Das DT stellt auch über die Kooperation mit dem Verein Kulturpforte Göttingen seit Januar 2013 regelmäßig Theaterkarten an sozial benachteiligte Personen bereit.

Die Gesamtauslastung der DT-Spielstätten lag im Mai, also noch vor Ende der Saison, um 6,29 Prozent über dem Vorjahreswert und bei genau 76,2 Prozent.

Die kleineren Spielstätten wie „Keller“ und „Studio“ sowie externe Auftrittsorte waren noch besser besucht, hier wurden zwischen 91,2 und 99,9 Prozent aller Karten verkauft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.