80.000 feierten Gänseliesel-Fest

Neues Gänseliesel: Alena Koch zur Repräsentantin Göttingens gekürt

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Strahlende Frauen: Bei der Wahl zum Gänseliesel 2014 setzte sich Alena Koch aus Duderstadt (rechts) durch. Sie repräsentiert Göttingen für ein Jahr. Auf Platz zwei kam Julia Ganz aus Scheden (Mitte), Rang drei belegte Marie Kruizenga (links) aus Göttingen.

Göttingen. Die Universitätsstadt hat ein neues Gänseliesel. Bei der Wahl am Sonntagabend in der Innenstadt gewann die 21-jährige Alena Koch  aus Duderstadt. Sie wird nun für ein Jahr die Stadt Göttingen repräsentieren.

Insgesamt hatten 60 junge Frauen im Alter zwischen 16 und 26 bei einem Castingverfahren mitgemacht. Acht kamen in die Endausscheidung und durften sich auf der Hauptbühne am Johanniskirchhof präsentieren. Auf Platz zwei kam die 23-jährige Julia Ganz aus Scheden. Marie Kruizenga (23) aus Göttingen belegte den dritten Platz.

Die Göttinger City war – nicht nur bei der Gänselieselwahl – sehr voll, teilweise war kaum ein Durchkommen an Engpässen wie in der Weender Straße oder vor der Bühne am Johanniskirchhof: Etwa 80.000 Menschen kamen bei bestem Wetter am verkaufsoffenen Sonntag in die südniedersächsische Großstadt – sehr zur Freude der Einzelhändler und Filialisten.

Kunden im Kaufrausch

Frauke Romanus, Filialleiterin des Modeschmuckgeschäfts Bijou Brigitte in der Weender Straße, sagte: „Es ist heute viel voller als während der Woche. Die Stimmung der Kunden ist gut, sie sind sehr kauffreudig.“

Einige Geschäftsleute hatten sich auch witzige Aktionen ausgedacht. Bei Jack-Wolfskin in der Langen-Geismar-Straße konnten Kinder bunte Hände an die Schaufenster malen. Ruck-zuck war die Malfläche voll.

Richtig voll: Das Gänselieselfest 2014 und die geöffneten Geschäfte lockten viele zehntausend Besucher in die Göttinger Innenstadt. Hier die Weender Straße vom Nabel aus gesehen. Foto: Rampfel

Probleme aber gab es für Stadtbusse. Fahrer Sven Bossmann berichtete von achtminütiger Verspätung, weil die Innenstadtstraßen so voll waren, dass die Busse nicht durchkamen. Die Busse störten aber wiederum auch viele Passanten, die auf den Straßen gehen mussten, da auf den Gehwegen kein Vorankommen mehr möglich war.

Das Seitenstraßenprogramm sorgte wie in jedem Jahr für Kurzweil: Musik, Kulinarisches und Unterhaltung ließen keine Wünsche offen. Unterschiedliche Darbietungen von Hip Hop und Jazz über Square Dance und Percussion bis hin zu den Eichenberger Musikanten – für jeden Geschmack war das Passende dabei. Mitten in der Fußgängerzone zeigten Mitglieder des Schachclubs „Tempo Göttingen“, wie Blitzschach funktioniert. Und an mehreren Orten waren die Tanzgruppen, wie die tollen Hip-Hopper der Dance Academy zu sehen.

Weiterer Höhepunkt neben der Gänselieselwahl war der Auftritt der Pop-Band Marquess, bei dem der Johanniskirchhof voll war. Manchen Besucher trieben aber die übersteuerten Bässe in ruhigere Ecken. Die gab es vor dem Alten Rathaus, wo rund um den Gänselieselbrunnen die „Göttinger Genussmeile“ kulinarische Köstlichkeiten von regionalen Anbietern bot: von der Wildschweinbratwurst, über Quiche und Fisch aus der Bretagne bis zur Göttinger Sonntagssuppe. (ysr/tko)

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