Fest nach 40 wilden Jahren

40 Jahre Geschwister-Scholl-Gesamtschule: Schulleiter Tom Wedrins (links) erhielt stellvertretend viele Geschenke, zum Beispiel Kräuter für den Schulgarten von Axel Ungern vom internationalen Schulbauernhof Hardegsen. Foto: Leissa

Göttingen. Statt Geschenke zu ihrem 40-jährigen BEstehen zu verteilen, ließ sich die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) von ihren Festtagsgästen überraschen.

Mit der frechen Moderation von Lars Wätzold entlockte das Mitglied der Göttinger Comedy-Company den Besuchern viele Präsente. Geschenkt wurde alles, was die GSG für ihren Alltag – zum Beispiel Bälle oder Zier- und Nutzpflanzen – gebrauchen kann.

In Festtagsstimmung bedankte sich Schulleiter Tom Wedrins bei Eltern und Schülern und vor allem bei seinen Kollegen. „Die Geschwister-Scholl-Schule hat eine bewegte Vergangenheit. Mehrmals mussten wir uns von innen heraus reformieren, um bestehen zu bleiben“, sagte Wedrins.

Die ehemalige Schulleiterin Marion Jüttner-Hötker stimmte dem zu: „In den 80er Jahren wurden kaum Schüler bei uns angemeldet“, sagte Jüttner-Hötker. Zwölf Jahre lang leitete sie die GSG und jeden einzelnen Arbeitstag habe sie trotz aller Widrigkeiten genossen. Die Schule hatte damals so wenige Schüler, dass eine Schließung drohte. Auf die Beine kam sie wieder, als sie in den 90ern eine eigene Oberstufe einrichten durfte.

Seitdem vereint sie eine Haupt- und Realschule sowie ein Gymnasium unter dem Dach der GSG. Seit 2014 ist sie eine Integrative Gesamtschule für die Klassenstufen fünf bis 13.

„Dass wir damals alle wichtigen Schritte zur Erhaltung der Schule gemeistert haben, liegt an der unglaublichen Freiheit, die man uns in unserem Handeln erlaubte“, sagte Sport- und Musiklehrer Robert Staude. Die Lehrer konnten sich an der Umgestaltung der Schule beteiligen anstatt nur die Pläne anderer zu verfolgen, so Staube. Von der fünften Klasse bis zum Abitur drückte Irina Schnar, ebenfalls Gast des Festtages, die Schulbank der Gesamtschule. Langweilig wurde es ihr nie: „Die Klassenstufen sind auf verschiedene Gebäude unterteilt. Es war also spannend, älter zu werden und mit der Versetzung einen anderen Teil der Schule näher kennen zu lernen“, sagte Schnar lachend. Nun engagiert sie sich in der Beratungsstelle für Migranten der Schule. „Die Schule setzt sich stark für die sportliche und musikalische Förderung der Kinder ein und ist auch mit Inklusionsprojekten sehr aktiv“, lobt Schnar.  (mle)

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