Feier lockt 400 Gäste an und bringt Spendengeld ein

Ein Sommer-Fest für die Palliativmedizin

Verkauf bringt Spendengeld: Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Klinik für Palliativmedizin betrieben beim Sommerfest einen Flohmarktstand. Foto: Schröter
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Verkauf bringt Spendengeld: Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Klinik für Palliativmedizin betrieben beim Sommerfest einen Flohmarktstand.

Göttingen. Einen ebenso geselligen wie informativen Nachmittag erlebten am Sonnabend die Besucher beim 13. Sommerfest der Klinik für Palliativmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Etwa 400 Gäste waren gekommen, um sich im Patientengarten des Uniklinikums am Bettenhaus 2 bei Live-Musik und leckerem Essen über das Konzept und die Arbeit des Palliativzentrums zu informieren oder es sich einfach nur gut gehen zu lassen.

„Dieses Fest ist für uns gleichzeitig auch ein Stück Öffentlichkeitsarbeit, um noch bekannter zu werden und die Palliativmedizin in der Bevölkerung weiter zu verankern“, betonte Henning Müller, stellvertretender Vorsitzender des Förderverein für das Palliativzentrum der Universitätsmedizin Göttingen. Dieser unterstützte auch in diesem Jahr die Veranstalter bei der Ausrichtung des Festes, ebenso wie die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Palliativmedizin.

Dass das Fest auch musikalisch ein Genuss wurde, dafür sorgte die Göttinger Big Band „Die Blauen Sänger“. Der Erlös von etwa 750 Euro, der durch Spenden, den Verkauf von Kaffee, Kuchen und Gegrilltem sowie einen kleinen Flohmarkt zustande kam, ging komplett an die Klinik für Palliativmedizin. „Das Geld wird meinst für die Anschaffung neuer Geräte oder die Weiterbildung der Mitarbeiter genutzt“, berichtet Henning Müller. (per)

Hintergrund: Palliativmedizin und Förderverein in Göttingen

Die Station wurde 1991 als eine der ersten Palliativstationen in Deutschland eröffnet. Ein Team von Ärzten, Schwestern/Pflegern und Psychologen behandelt in Kooperationen mit weiteren Einrichtungen der Klinik unheilbare Patienten. Das Behandlungsziel ist die Entlassung der Patienten in die häusliche Umgebung, nach Erreichen der körperlichen und seelischen Stabilisierung. Daher arbeitet die Palliativstation eng mit Hausärzten, häuslichen Pflegediensten, Fachdisziplinen und Hospizen zusammen, um eine vernetzte ambulante Betreuung zu ermöglichen.

Begleitung in Fällen, in denen wegen der Schwere der Symptome eine Entlassung nicht mehr möglich ist, soll ein Sterben in Würde und ohne unnötige Schmerzen medizinisch begleitet werden.

Der Förderverein hat sich die Errichtung eines Zentrums für Palliativmedizin zum Ziel gesetzt, um die Versorgung von Palliativpatienten zu verbessern. In dem Zentrum soll eine Palliativstation mit einem ambulanten Palliativdienst entstehen und vernetzt mit Hausärzten und Pflegediensten arbeiten. In der angeschlossenen Akademie (Eröffnung Sommer 2013) wird palliativmedizinisches Wissen erforscht und gelehrt. (tko)

www.palliativ-goettingen.de

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