Festessen für Flüchtlinge: Ottobock-Chef Hans Georg Näder lud ein

Enge Freundschaft: Ottobock-Chef Hans Georg Näder mit Sabri Kahraman, einem seit Jahrzehnten in Duderstadt lebenden Türken bei dem Flüchtlingsessen im Hotel „Zum Löwen“ gemeinsam auf der Bühne. Fotos: Niesen

Duderstadt. Hans Georg Näder, Chef der Unternehmensgruppe Ottobock hat 300 Flüchtlinge aus Friedland und Westerode zu einem Essen in das Duderstädter Hotel „Zum Löwen" eingeladen.

Angeregt zu dieser Einladung wurde Näder durch das Schicksal seiner Eltern. Sie fanden nach dem Zweiten Weltkrieg als Flüchtlinge in Duderstadt eine neue Heimat. Dort bauten sie ein Unternehmen auf, das heute 8000 Mitarbeiter mit Niederlassungen in 55 Ländern mit einem Umsatz von einer Milliarde Euro beschäftigt. Jahresumsatz: Über eine Milliarde Euro. Näder führt Ottobock seit 25 Jahren, sein Vater Max Näder wäre am Vortag 100 Jahre alt geworden.

Hans Georg Näder unterstrich, dass die Flüchtlinge schnellstmöglich eine Arbeit aufnehmen können sollten. Bedarf an Arabisch sprechenden Mitarbeitern hätte nicht nur sein Unternehmen.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek, hielt ein Plädoyer für die Integration der Flüchtlinge: „Vorausgesetzt die Gesellschaft möchte das und die Politik schafft die Rahmenbedingungen.“

Umrahmt wurde die Veranstaltung von Musikern der Philharmonie der Nationen. Das gemeinsame Essen richtete sich nach den Regeln des Ramadan, dem muslimischen Fastenmonat: es durfte erst nach Einbruch der Dunkelheit gegessen werden. Außerdem sprachen ein Imam und ein katholischer Seelsorger zuvor geistliche Worte. (zhp)

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