Film „Harder und die Göre“

Göttinger Krimi auf „Tour“

Schlechtes Wetter bei den Dreharbeiten am See von Klein Schneen im Sommer 2012: Schauspieler Harry Baer als Hauptkommissar Bartholomäus Harder muss den Regen „ausbaden“. Foto: Thomas Klawunn / nh

Göttingen. Im Sommer vorigen Jahres hörte man es noch an allen Ecken und Enden der Stadt Göttingen: „Ruhe bitte, wir drehen!“ Die Filmarbeiten zum Krimi „Harder und die Göre“ liefen auch Hochtouren.

Nach 28 Drehtagen, 126 Szenen und 42 Motiven fiel dann im August 2012 die Schlussklappe. Schnittmeisterin Doreen Ignaszewski durfte sich auf 30 Stunden Rohmaterial freuen.

„Wann ist es denn nun soweit? Ich kann’s ja kaum noch erwarten!“ erkundigt sich ein Besucher der Facebook-Seite von „Harder und die Göre“ nach dem Stand der Dinge. Die Filmfans werden sich noch ein bisschen gedulden müssen: wahrscheinlich im Herbst gibt es die Premiere. Zwar durften das Team und die Sponsoren den Film schon sehen, der Film bekommt beim „Color-Grading“ aber noch seinen speziellen „Look“. Sound-Design und Filmmusik sind auch noch in Arbeit. „Der letzte Schritt ist dann das Mastering, wenn Bild und Ton zusammengefügt werden“, sagt Regisseur Oliver Clark.

Im Sommer möchten er und sein Team den Film dann auf Festivals schicken, unter anderem auf das Internationale Filmfest Emden-Norderney. Ein öffentlicher Premieretermine könne daher noch nicht festgelegt werden: „Wir würden uns damit die Einladung zu bekannten Festivals verbauen“, erklärt Produzent Daniel Bernhard. „Dennoch wollen wir spätestens im Herbst Premiere in Göttingen feiern“, verspricht Clark.

Produzent Bernhard hat zu Beginn kaum an Festivals gedacht, aber „die Referenz ist durch Festivals ungleich höher.“ Je mehr Festival-Starts es gebe, desto größer sei die CHance, einen Sender zu finden. Ein öffentlich-rechtlicher Sender wäre für Bernhard der ideale Partner. „Wir müssen für die Zukunft Sender finden, die uns Geld für weitere Produktionen geben. Du brauchst schon eine Million Euro, wenn du richtig Spaß haben willst.“

Man darf also gespannt sein, denn schon seit April geht es schon um die Stoffentwicklung für den nächsten Harder-Film. Dann steht ein Treffen mit Drehbuchautor Dirk Drebelow an. Clark: „Es gibt schon ein paar gute Ideen und Angelpunkte.“

Hart aber herzlich: „Harder und die Göre“

Hauptkommissar Bartholomäus Harder ist ein mitunter mürrischer und zynischer Zeitgenosse. Das lässt er auch seine unkonventionelle Kollegin Sylvia Bergmann spüren, die gerade frisch von der Akademie gekommen ist. Die alte Spürnase Harders trifft auf Bergmanns neue Ermittlungsmethoden. Gemeinsam müssen sie nicht nur ihre Differenzen überwinden, sondern auch skurrile Mordfälle in Göttingen aufklären, die der Auftakt zu einer größeren Katastrophe sein könnten.

Hauptdarsteller Harry Baer, der schon mit Rainer Werner Fassbinder drehte, und Paula Hans als Sylvia Bergmann geben ein streitlustiges aber auch sympathisches Ermittlerduo ab, auf das die Filmfans gespannt sein dürfen. (nix)

Von Dennis Mielke

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