Prozess in Göttingen wegen Versicherungsbetrug

Fingierte Unfälle: Drei Angeklagte müssen zahlen

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Versicherungsbetrug mit „falschen“ Unfällen: Vor dem Amtsgericht Göttingen laufen Prozesse.

Göttingen. Vor dem Amtsgericht Göttingen ist am Dienstag ein weiterer Prozess um eine Betrugsserie mit fingierten Verkehrsunfällen zu Ende gegangen - es gab Geldstrafen.

Das Gericht verurteilte einen 44-jähriger Restaurantbetreiber aus Göttingen wegen Betruges in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 50 Euro (insgesamt 9000 Euro).

Zwei Mitangeklagte, darunter ein vorbestrafter Angestellter des Gastronomen, wurden wegen Betruges zu Geldstrafen von 3600 beziehungsweise 6000 Euro verurteilt.

Nach Überzeugung des Gerichts haben sie an zwei absichtlich herbeigeführten Verkehrsunfällen mitgewirkt, die sich im Juni 2010 und November 2011 nahe der Autobahn 38 bei Heiligenstadt (Landkreis Eichsfeld) sowie in Göttingen ereignet hatten.

Mildes Urteil

Das Amtsgericht Göttingen blieb mit seinem Urteil gegen die drei Männer unterhalb des Antrages der Staatsanwaltschaft. Diese hatte für den Göttinger Gastronomen eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten gefordert, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Die beiden sollten höhere Geldstrafen erhalten. Die Verteidiger plädierten dagegen auf Freispruch.

Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Göttingen zufolge soll ein ursprünglich aus dem Raum Duderstadt (Landkreis Göttingen) stammender 63-jähriger Mann der Drahtzieher der fingierten Unfälle gewesen sein.

Der 63-Jährige, der auch wegen Bandendiebstählen und Drogenhandels mehrere Jahre in Haft gesessen hat, ist in einem gesonderten Verfahren wegen 15 Fällen des gewerbsmäßigen Betruges angeklagt.

Die Angeklagten sollen ihm dabei geholfen haben, Kfz-Versicherungen um mehrere hunderttausend Euro zu betrügen. 

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