Flüchtlingsheim: Bundesamt fordert Til Schweiger zur Kooperation auf

Will sich für Flüchtlinge einsetzen: Schauspieler Til Schweiger plant eine Einrichtung in Osterode. Foto: dpa

Osterode. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat den Filmstar Til Schweiger bei dessen geplantem Flüchtlingsheim in Osterode zur Zusammenarbeit mit den Behörden aufgefordert. Der Schauspieler traf sich zudem mit Vize-Kanzler Gabriel.

„Eine Unterkunft hinsetzen und dann läuft es – ganz so einfach ist es dann doch nicht“, sagte BAMF-Chef Manfred Schmidt der Zeitung „Die Welt“. Schweiger hatte vor einer Woche angekündigt, er wolle in Osterode in einer alten Bundeswehrkaserne zusammen mit Freunden ein „Vorzeige-Flüchtlingsheim“ mit Freizeitangeboten für Kinder, einer Sportanlage, Werkstätten und einer Näherei schaffen.

Dazu sagte der Präsident des Bundesamtes für Migration: „Wenn jemand behauptet, dass er es besser kann, ist die erste Reaktion einer Verwaltung immer zunächst zurückhaltend.“ Es gebe bereits Vorzeigeunterkünfte, etwa in Ellwangen in Baden-Württemberg. „Das Gute ist, dass ein Prominenter wie Til Schweiger der Bevölkerung zeigt: Ich kümmere mich um Flüchtlinge. Das ermuntert viele, sich in dem für sie möglichen Maße einzubringen“, sagte Schmidt. Schweiger habe es als Privatmann aber bei ein paar Dingen wesentlich leichter als die öffentliche Verwaltung, so müsse er bei der Suche nach einem Betreiber keine europaweite Ausschreibung starten.

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Aktualisierung um 16.15 Uhr

„Verwaltungen sind an die strikten Vergabestrukturen gebunden“, sagte der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Er wünsche dem Schauspieler das Beste für sein Vorhaben, betonte Schmidt.

Treffen mit Vize-Kanzler

Unterdessen haben sich Til Schweiger und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (SPD) zu einem Gespräch in Berlin getroffen, berichtet die Bild-Zeitung. Dabei sprachen sie über „gemeinsame Aktionen für Flüchtlingsfamilien und gegen rechtsradikale Hetzer“. (lni/bsc)

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