Kinder- und Jugendtheaterfestival in Göttingen

Flüchtlingsschicksale auf der Bühne: Radschlagen über das Meer

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Nach ihrem Auftritt posierten die Darsteller für ein Pressefoto. Die Performance „Hin und weg“ wurde im Rahmen des Jugend-Theaterfestivals „Am Puls“ im Deutschen Theater aufgeführt.

Göttingen. Das Kinder- und Jugendtheaterfestival „Am Puls“ im Deutschen Theater läuft: Am Dienstag gab es das kurze Stück „Hin und Weg“ zu sehen.

Kinder spielten in zwei Mannschaften gegeneinander – und gegen das Meer, das es zu überwinden galt. Sie schafften es durch Radschlagen oder im Krebsgang. Man begriff: Spielerisch wurde in der Performance „Hin und weg“ im Deutschen Theater Fluchtsituationen nachgestellt.

Die Mannschaften waren streng getrennt, ihre Mitglieder rebellierten aber nach und nach gegen diese Regel. Schließlich kamen alle, auch die Regel aufstellenden Mannschaftsführer, überein: Spielen macht mehr Spaß mit- als gegeneinander. Die Erkenntnis ist mühelos auf das Leben in einer Gesellschaft übertragbar.

Das Publikum amüsierte sich über die coolen Sprüche der Kinder und belohnte die akrobatischen Einlagen mit Szenenapplaus. Viele Zuschauer kamen der Einladung nach, an der Wiederholung des Basketballspiels alle gegen alle zu fetziger Musik mitzumachen. Den Ball musste man sich vorstellen.

Gemeinschaftsprojekt

Die Darsteller Emir, Funny, Hala, Lara, Lilli und Muhammed sind zwischen sechs und 13 Jahren alt. Sie haben die Performance selbst entwickelt. Es war eine Kooperation zwischen der Theaterpädagogik des Deutschen Theaters und dem Göttinger Boat People Projekt. Die Spielleitung hatten Lisa van Buren und Birte Müchler.

Jeder kann mitmachen

In den nach Altersklassen eingeteilten Jugend-Theaterclubs des Deutschen Theaters können Kinder und Jugendliche aller Nationen und Sprachen mitmachen.

Interessenten können sich im Deutschen Theater unter theaterpaedagogik@dt-goettingen.de nach den Probenzeiten erkundigen. Der Club 16+ steht auch Erwachsenen offen. Das älteste Mitglied derzeit ist Jahrgang 1938.

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