Forscher sehen scharf in lebende Zelle: Uni erweitert Ausstellung

Ausstellung „on/off“: Bis zum 28. Mai läuft im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa die Ausstellung, die jetzt um die neueste Erfindung des Nobelpreisträgers Prof. Stefan Hell ergänzt wurde. Foto: Jan Vetter/nh

Göttingen. Die Universität Göttingen hat die Ausstellung „On/Off – Vom Nobelpreis und den Grenzen der Wissenschaft“ aktualisiert. Zu sehen ist dort nun auch das Miniflux-Mikroskop, entwickelt vom Göttinger Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell.

Es ermöglicht extrem scharfe Bilder von Molekülen in lebenden Zellen. Hell und sein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie haben kürzlcih dieses Mikroskop konzipiert, das erstmals Moleküle getrennt voneinander darstellen kann, die nur millionstel Millimeter voneinander entfernt sind.

Warum das Mikroskop ein Durchbruch in der Lichtmikroskopie ist, können Besucher in der Ausstellung „on/off. Vom Nobelpreis und den Grenzen der Wissenschaft“ erfahren. Die Ausstellung, die seit Dezember mehr als 3500 Besucher angezogen hat, ist jetzt um das Ergebnis bahnbrechender Forschung am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie aktualisiert worden. „Wir zeigen, wie der Wettlauf mit der Zeit oft die Forschung bestimmt, und welche Rolle die Öffentlichkeit dabei spielt“, sagt Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie.

Stefan Hell hatte für die von ihm und seinem Team entwickelte Sted-Mikroskopie, ein Vorläufermodell von Minflux, 2014 den Nobelpreis erhalten. Die Idee der Ausstellung on/off ist es, persönliche „Erfolgskonzepte“ mit sozialen und politischen Situationen zu verbindet. Auf diese Weise will die Schau neue Einblicke in die gegenwärtige Wissenschaftslandschaft geben.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Mai. dienstags bis sonntags von 12 bis 19 Uhr im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa zu sehen.

Der Eintritt ist frei. (zsh/tko)

Weitere Informationen und das Begleitprogramm gibt es im Internet unter: www.uni-goettingen.de/on-off

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