„Wir brauchen uns nicht verstecken“

Drei Landkreise, ein Gedanke: Forum für Ideen in Besenhausen machte Mut

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Göttingens Landrat Bernhard Reuter begrüßte die Gäste beim 21. Forum für Ideen der WRG Göttingen auf dem Rittergut Besenhausen bei Friedland. 

Unternehmensvertreter aus dem Dreiländereck haben  am Forum für Ideen teilgenommen. Gesprochen wurde auch über das Zusammenwachsen von Hessen, Niedersachsen und Thüringen. 

Unter dem Motto „drei Landkreise – ein Gedanke“ stand das 21. Forum für Ideen der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG), an dem erstmals neben Unternehmern aus dem Landkreis Göttingen-Osterode auch Unternehmensvertreter aus dem Werra-Meißner-Kreis und dem Landkreis Eichsfeld teilnahmen.

Passend zur Veranstaltung hatten die Organisatoren von WRG, Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Werra-Meißner-Kreis und Referat Kreisentwicklung des Landkreises Eichsfeld als Austragungsort das im „Dreiländereck“ von Niederachsen, Hessen und Thüringen gelegene Rittergut Besenhausen ausgewählt.

„An diesem Ort wird deutlich, dass unsere Region immer zerrissen war“, sagte Göttingens Landrat und WRG-Aufsichtsratsvorsitzender Bernhard Reuter bei der Begrüßung der rund 120 Gäste. Jetzt sei es jedoch eine Region, die zusammengewachsen ist und die immer weiter zusammenwächst. 

„Wir sind eine Wirtschaftsregion und die meisten Menschen hier interessiert es herzlich wenig, ob das Unternehmen, in dem sie arbeiten, in Niedersachsen, Hessen oder Thüringen liegt“, so Reuter. Viel wichtiger sei ihnen, dass das Unternehmen erfolgreich und der Arbeitsplatz sicher ist. 

Dafür seien unter anderem auch eine gute Vernetzung und ein Länder übergreifender Unternehmensaustausch erforderlich. Und deshalb sei diese Veranstaltung wichtig und „eine richtig gute Sache“.

Austausch ist die Stärke der Region

WFG-Geschäftsführer Dr. Lars Kleeberg, der den verhinderten Landrat Stefan Reuß (Werra-Meißner-Kreis) vertrat, äußerte seine Hoffnung, dass dies nicht die letzte Veranstaltung dieser Art bleiben möge. 

„Wir hier im Dreiländereck brauchen uns nicht zu verstecken“, meinte Kleeberg. Schon jetzt zählten das Netzwerk und die Tatsache, dass der Austausch untereinander nicht an den Landesgrenzen aufhört, zu den Stärken aller drei Regionen. Und um diese Stärken noch weiter auszubauen, seien Unternehmertreffen wie diese Gold wert.

Dr. Markus Reimer,Referent zum Thema Zukunft

In seinem Vortrag unter dem Titel „(Fr)Agil die Zukunft ist – Wie wir wissend weise handeln“ ging der promovierte Philosoph und Unternehmer Dr. Markus Reimer dann mit viel Biss und ebenso viel Witz auf die irrwitzigen Auswüchse von Innovationen ein. 

Gleichzeitig zeigte der Niederbayer aber auch auf, wie überlebenswichtig Innovationen für den Erfolg eines Unternehmens sind. In interaktiven Workshops diskutierten die Teilnehmer anschließend in Kleingruppen Themen wie den demographischen Wandel, Umwelt und Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel sowie Digitalisierung und technischer Fortschritt, bevor die Veranstaltung bei angeregten Gesprächen und einem großen Grillbuffet im Hof des Ritterguts in lockerer und geselliger Atmosphäre ausklang.

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