Foto-Ausstellung über Transparente

Transparente ziehen sich immer wieder an Häuserfassaden in Göttingen entlang: Eine kleine Fotoausstellung präsentiert nun den stillen aber sichtbaren Protest der Studenten. Foto: Gewert

Göttingen. Wer durch Göttingen läuft, dem fallen zwischen Plaketten mit Namen von Nobelpreisträgern und Berühmtheiten an den Häusern vielleicht hie und da auch Transparente auf. Die Ausstellung „Stadtbild und Demokratie“ der Wohnrauminitiative zeigt nun etwa 30 Fotos der Fassade von Häusern im Foyer des Zentralen Hörgebäudes der Universität Göttingen.

Bis Donnerstag, 13. November, ist die kleine Fotoausstellung dort zu sehen. Die Transparente mit politischen Aussagen hängen an Häusern des Studentenwerks wie Studentenwohnheimen. Nun sollen nach dem Willen der Initiattoren auch die Fotos die kritische, studentische Kultur nach außen tragen. „Sie fügen sich gestaltend, ästhetisch in das Stadtbild ein, sind Teil studentischer Kultur, wenn man sie entstehen lässt“, heißt es.

Eine Sprecherin sagt, dass die Banderolen nach wie vor Ausdruck des Protests gegen Probleme sind. Manchmal führe das zu Konsequenzen: Für eines der Transparente soll eine Bewohnerin laut Wohnrauminitiative abgemahnt worden sein „Die Ausstellung soll ein augenzwinkernder Dank an das Studentenwerk sein, das sich im Oktober entschieden hat, die Meinungsäußerung an den Fassaden seiner Gebäude zu dulden und nicht mehr mit Abmahnungen zu drohen. Das begrüßen wir“, sagt die Sprecherin.

Das Studentenwerk wollte die Fotoausstellung nicht im Zentralen Mensa-Foyer präsentieren, sagte ein Sprecher der Wohnrauminitiative. Er hofft, dass das Studentenwerk die Ausstellung wahrnimmt und die Meinung der Wohnrauminitiative toleriert. (mtg)

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