Trasse bei Westerode wird am Freitag freigegeben

Fragen und Antworten zur Ortsumgehung Duderstadt

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Die neue Ortsumgehung Westerode aus der Luft: Die neue Trasse ist 3,3 Kilometer lang und hat vier Brücken. Rechts-Mitte ist das Firmengelände von Ottobock zu sehen. Nördlich von Westerode ist Obernfeld zu erkennen.

Duderstadt. Der erste Abschnitt der künftigen Ortsumgehung von Duderstadt im Zuge der Bundesstraße 247 ist fertig: Am Freitag wird die 3,3 Kilometer lange Trasse bei Westerode freigegeben.

Warum braucht Duderstadt eine Ortsumgehung?

Der Verkehr auf der Bundesstraße 247, die von Niedersachsen nach Thüringen führt, hat nach der Wende stark zugenommen. Bislang fließt der Verkehr mitten durch Duderstadt. Nach Abschluss des Gesamtprojekts wird die B 247 auf 26 Kilometer neu gebaut sein, davon 11,5 Kilometer in Niedersachsen.

Welcher Ort wird mit der Freigabe jetzt entlastet?

Von der neuen Ortsumgehung – offizieller Baubeginn war im Juli 2012 – profitiert insbesondere der Duderstädter Ortsteil Westerode. Dort fahren täglich etwa 15 900 Fahrzeuge. Außerdem wird ein wichtiges Duderstädter Gewerbegebiet, auch mit dem Unternehmen Ottobock, besser an den Verkehr angeschlossen.

Was passiert mit der bisherigen Ortsdurchfahrt in Westerode?

Sie wird zu einer Landesstraße heruntergestuft, verliert an Bedeutung und wird hoffentlich weniger befahren.

Gibt es Kritik an dem Projekt?

Ja. Bundestagsabgeordneter Jürgen Trittin kritisiert, dass die Kostenschätzungen für Ortsumgehungen oft zu niedrig ausfallen. Am Ende werde es viel teurer, so Trittin. Das gilt auch für diesen Fall: Die Gesamtkosten für die Ortsumgehung Westerode belaufen sich auf 17,1 Millionen Euro – ursprünglich waren zwölf Millionen Euro vorgesehen.

Was kann man gegen die Kostenexplosionen tun?

Der Steuerzahler-Bund-Landesvorsitzende Bernhard Zentgraf fordert eine wirksame Kostenkontrolle. Es fehle an sorgfältiger Planung und Bedarfsermittlung sowie durchgängigem Kostenbewusstsein – auch im Fall Westerode.

Welcher Bauabschnitt wird jetzt folgen?

Im nächsten Schritt dürfte der südliche Teil der Ortsumgehung Duderstadt im Bereich Gerblingerode in Angriff genommen werden, der ebenfalls 3,3 Kilometer lang ist. Das dafür notwendige Planfeststellungsverfahren hat im Februar begonnen. Zentraler Bestandteil ist der 397 Meter lange Pferdebergtunnel.

Was ist mit dem nördlichen Bereich von Duderstadt?

Die Ortsumgehungen Obernfeld und Mingerode sind der letzte Abschnitt der gut elf Kilometer Ortsumgehung Duderstadt. Der Planungsbeginn wurde bislang noch nicht festgelegt.

Was tut sich beim Ausbau in Thüringen?

Die Ortsumgehung Duderstadt gehört zu einem Gesamtkonzept. In Thüringen wurde bereits vor mehr als drei Jahren die 5,4 Kilometer lange Ortsumgehung Worbis-Wintzingerode in Richtung Autobahn 38 fertiggestellt. Im Nachbarbundesland müssen jetzt noch die beiden Ortsumgehungen Ferna und Teistungen folgen.

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