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Frauensporttag in Göttingen: Trendsport bei fast 40 Grad

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Verlangt einiges an Fingerspitzengefühl und Präzision: Beim Discgolf muss die Frisbee-Scheibe in einem Fangkorb landen.
Verlangt einiges an Fingerspitzengefühl und Präzision: Beim Discgolf muss die Frisbee-Scheibe in einem Fangkorb landen. © Michael Caspar

Vier Trendsportarten standen im Mittelpunkt des Frauensporttages in Göttingen. Die Teilnehmerinnen probierten alles mit Begeisterung aus.

Göttingen – Trendsportarten haben gut 100 Göttingerinnen beim Frauensporttag des Stadtsportbundes (SSB) ausprobiert – bei Temperaturen von fast 40 Grad Celsius.

Frauensporttag in Göttingen: Kistenweise Getränke

Kistenweise Getränke und mit Wasser gefüllte Sprayflaschen stellte der Bund vor dem Haus des Sports am Sandweg 5 bereit, machte klar, dass niemand mit hochrotem Kopf bis zum Ende mitmachen muss. Die Übungsleiterinnen passten ihr Programm dem Wetter an. Trainiert wurde im Schatten.

Hinter dem Haus hatte Ulli Höhler Pezzibälle auf umgedrehten Stühlen platziert, riss die Arme in die Höhe und ließ Trommelschläger auf den Ball vor sich niedersausen. „Dass ist eine wunderbare Methode, Stress abzubauen“, verriet Höhler den jeweils 25-köpfigen Gruppen. Hinterher fühle sie sich „sauwohl“. „Drums alive“ nennt sich das Training, das Carrie Ekins nach einer Hüftverletzung im Krankenbett kreierte.

Frauensporttag in Göttingen: Werfen aus der Entfernung

Bei der nächsten Station versuchten die Teilnehmerinnen aus einigen Metern Entfernung jeweils drei Frisbeescheiben in Fangkörbe zu werfen. „Eigentlich beträgt der Abstand 80 Meter“, erklärte Übungsleiterin Nadine Übelmesser. Wie beim Golf arbeiten sich Discgolf-Spielende zum Ziel vor. „Mit der Pandemie hat diese Disziplin einen gewaltigen Schub erlebt“, berichtete Übungsleiter Nicolai Kozlowski. Der Sport findet draußen statt. Sicherheitsabstände lassen sich gut einhalten. In Göttingen gründete sich im vergangenen Oktober ein Club, der mittlerweile gut 30 Mitglieder zählt. Gespielt wird auf dem Kurs am Uni-Sportgelände.

Tanz und Workout verbindet Akka Bauches bei ihrem Programm „Hit the Dancefloor“. Im Foyer des Sporthauses, wo erfrischende 20 Grad Celsius herrschten, brachte sie den Frauen zu Hits einfache Schrittfolgen und klassische Moves bei. Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit soll das FunTone-Workout verbessern, eine Technik, die Kati Ludwig den Teilnehmerinnen unter hohen Bäumen nahebrachte.

Frauensporttag in Göttingen: Etwas Neues kennenlernen

„Es ist immer klasse, etwas Neues kennenzulernen“, meinte Grit Böttner begeistert, die zusammen mit anderen Frauen der Power-Drummer-Gruppe vom Sportverein Grün-Weiß Hagenberg an den Sandweg gekommen war. „Trotz der Hitze lohnt sich der Besuch“, ergänzte ihre Sportkollegin, Ulrike Mesecke. Aufgrund der Temperaturen beziehungsweise Corona-Erkrankungen hatten 20 Frauen kurzfristig abgesagt.

Mit dem offenen Angebot will der Stadtsportbund seit 20 Jahren immer am ersten Dienstag in den Sommerferien Frauen für den Vereinssport begeistern. Von einer „Aufbruchsstimmung“ im Frauensport sprach Göttingens Gleichstellungsbeauftragte, Christine Müller, bei der Begrüßung.

Frauensporttag in Göttingen: Übertragung der Nationalmannschaft

Heute würden ARD und ZDF die Europameisterschaft der Frauenfußballerinnen übertragen. Und die deutsche Nationalmannschaft werde im Falle eines Sieges nicht mehr wie bei der Meisterschaft 1989 mit einem Kaffeeservice abgefrühstückt. (Michael Caspar)

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