Corona-Sommer 2021

Corona-Regeln in Niedersachsen: Wann Schwimmbäder wieder öffnen

Ab ins kühle Nass: Laut der neuen Corona-Verordnung in Niedersachsen dürfen die Freibäder ab dem 31. Mai wieder öffnen.
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Ab ins kühle Nass: Laut der neuen Corona-Verordnung in Niedersachsen dürfen die Freibäder ab dem 31. Mai wieder öffnen.

Sommer-Wetter lädt aktuell zum Schwimmen ein. Nach der aktuellen Corona-Verordnung in Niedersachsen dürfen Freibäder öffnen: Die Regeln in der Übersicht.

Göttingen/Hannover ‒ Angesicht der zunehmend entspannten Corona-Lage können sich die Menschen in Niedersachsen ab Montag (31.05.2021) über weitere Lockerungen freuen. Die neue Corona-Verordnung des Landes gilt bis zum 24. Juni und legt - passend zu dem sommerlichen Wetter in der ersten Juni-Woche - auch die aktuellen Regeln für die Freibäder in Niedersachsen fest. Traditionell eröffnen die Freibäder in Deutschland die Badesaison bereits am 1. Mai - doch aufgrund der Pandemie war das bisher nicht möglich. Durch das schmuddelige und wechselhafte Wetter im Mai hat das aber auch niemand so recht vermisst. Das ändert sich nun mit den steigenden Temperaturen und zunehmenden Sonnenstunden.

Das Land Niedersachsen hatte die Öffnung der Schwimmbäder zunächst bis zum 9. Mai untersagt. Seit Himmelfahrt (13.05.2021) haben die ersten Bäder allerdings die Saison eröffnet. Das Lister Freibad in Hannover beispielsweise vermietete, um die Corona-Bestimmungen einzuhalten, ganze Bahnen oder sogar Schwimmbecken an die Besucher. Und nun werden etliche Freibäder in Niedersachsen folgen.

Neue Corona-Regeln: Freibäder in Niedersachsen dürfen wieder öffnen

Nach der neuen Corona-Verordnung dürfen die Freibäder öffnen, sobald die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis unter 100 liegt. Dann ist zum Schwimmen aber ein negativer Corona-Test oder ein Nachweis über einen vollständigen Impfschutz oder die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung vorzulegen. Unter einer Inzidenz von 50 entfällt die Test- oder Nachweispflicht in den Freibädern.

Auch Hallenbäder dürfen wieder öffnen, allerdings erst ab einer Inzidenz von unter 35. Vorher dürfen hier nur Kurse in Kleingruppen, beispielsweise Reha-Angebote, oder Schwimmkurse stattfinden. Hier gilt die Test- oder Nachweispflicht für Teilnehmer, Betreuer und Trainer auch noch bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50. 

Schwimmbäder in Niedersachsen öffnen: Die aktuellen Corona-Regeln im Überblick

Inzidenz HallenbäderFreibäder
unter 100geschlossen, nur Schwimmunterricht und z.B. Reha-Kurse mit negativem Corona-Testgeöffnet, Testpflicht o. Nachweis über Impfung oder Genesung
unter 50geschlossen, Testpflicht für trainierende Kleingruppen bleibt bestehengeöffnet, Testpflicht/Nachweispflicht entfällt
unter 35Für Publikumsverkehr geöffnetgeöffnet, Testpflicht/Nachweispflicht entfällt

Aktuell steht der Öffnung der Freibäder in Niedersachsen also nichts mehr im Weg. Einzig in der Stadt Emden liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag (31.05.2021) noch über 100 bei 112,2. Im Kreis Holzminden liegt der Wert aktuell bei 59,6. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte im Land liegen bereits unter einer Inzidenz von 50: Die meisten Freibäder in Niedersachsen können demnach sogar schon ohne einen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über eine Impfung oder Genesung von Covid-19 Besucher empfangen. Der Freibadsaison in Niedersachsen steht also trotz Corona nichts mehr im Weg.

Aktuelle Corona-Regeln für Freibäder in Niedersachsen

Die Betreiber der Schwimmbäder und die ersten Badegäste zeigen sich in einem Bericht des NDR begeistert von der Öffnung der Freibäder, doch es gibt auch Kritik. Nach Einschätzung des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes dürfte die Freibadsaison trotz der Erlaubnis die Bäder zu öffnen angesichts der neuen Corona-Verordnung ins Wasser fallen. Die vorgesehene Testpflicht und der entsprechende Personalmehrbedarf für die Kontrollen führten dazu, „dass der Freibadbetrieb wirtschaftlich in keinster Weise mehr zu vertreten ist“, sagte Marco Trips, Präsident des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. Die Landesregierung verkenne, dass es in der Fläche immer noch keine ausreichenden Testangebote gebe, spontane Besuche im Freibad seien so ausgeschlossen.

Im vergangenen Jahr hätten die Freibäder mit Hygienekonzepten unter Beweis gestellt, „dass eine Freibadsaison auch in einer pandemischen Lage möglich ist“, betonte Trips. „Freibäder waren im Sommer 2020 keine Treiber des Infektionsgeschehens.“ Die vorgesehen Regelungen seien „praktisch nicht durchführbar“ und „absolut benutzerunfreundlich“.

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Zusätzlich muss man sich in den meisten Freibädern vorab online für einen Besuch registrieren und anmelden. So soll sichergestellt werden, dass nur die maximal erlaubte Anzahl an Besuchern ins Bad kommt. Die Freibäder in Göttingen haben in den vergangenen Wochen einige Vorbereitungen getroffen, damit der Saisonstart möglichst glattläuft. (iwe)

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