Friedensritt 2015: Flüchtlingskinder durften auf Ponys reiten

Leuchtende Kinderaugen: Friedländer Flüchtlingskinder durften zum Auftakt des Friedensritts auf Ponys reiten. Foto: Schröter

Friedland. Leuchtende Augen und jede Menge strahlende Gesichter gab es am Samstagnachmittag im Grenzdurchgangslager Friedland zu sehen.

Die Teilnehmer der Aktion „Friedensritt 2015“ hatten ein Ponyreiten für Flüchtlingskinder anboten.

„Wenn man die Freude der Kinder sieht, geht einem das Herz auf“, meinte Mitorganisatorin Gundula Zeitz aus Kassel. Mehrere hundert Flüchtlinge nutzten das Angebot für ihre Kinder. Fünf Ponys standen bereit, um mit den Kindern eine Runde zu drehen.

Das Motto des traditionellen Friedensritts, der zehn Tage dauert und an dem sich neben 15 Reitern ebenso viele Fahrradfahrer beteiligen, lautet in diesem Jahr „Grenzen zu für Waffen – Grenzen auf für Flüchtlinge“. Und so sei es eine quasi schon logische Konsequenz gewesen, das Grenzdurchgangslager in Friedland für die Auftaktveranstaltung zu wählen.

Mit ihrer Tour durch Südniedersachsen und Nordhessen wollen die Teilnehmer des Friedensritts auf die Folgen von Waffenhandel und Rüstungsexporten aufmerksam machen. „Rüstungsexporte produzieren noch mehr Flüchtlinge“, heißt es in einer Erklärung der Friedensaktivisten.

Beim Friedensritt, der bereits 1984 seine Premiere feierte, verbinden sich politisches Engagement und der Spaß am Wanderreiten und Fahrradfahren. Mit Argumenten, Musik und Straßentheater unterstützen die Teilnehmer örtliche Initiativen gegen Militäreinrichtungen, Waffenexporte, Atomanlagen – und für den Frieden.

Weitere Stationen des Friedensritts sind Witzenhausen (Dienstag, 4. August, 13 Uhr: Informationsveranstaltung an der Uni-Mensa in der Steinstraße), Kassel (Donnerstag, 6. und Freitag, 7. August). (per)

www.friedensritt.net

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