Aufnahmekapazität liegt bei etwa 1000 Personen

2000 Flüchtlinge drängen sich im Grenzdurchgangslager Friedland

Flüchtlinge aus Syrien: So wie auf diesem Bild werden Neuankömmlinge im Grenzdurchgangslager Friedland aufgenommen. Foto: dpa

Friedland. Mehr als 2000 Bewohner drängen sich derzeit im Grenzdurchgangslager Friedland. Die normale Aufnahmekapazität, die bei etwa 1000 Personen liegt, ist damit weit überschritten.

Der Andrang von Flüchtlingen ist nach Angaben des stellvertretenden Lagerleiters Lorenz Große unverändert hoch. Ein Problem ist nach wie vor, dass viele Flüchtlinge am Wochenende kommen, aber samstags und sonntags keine Flüchtlinge an die Städte und Gemeinden weiterverteilt werden können.

Um die Flüchtlinge unterbringen zu können, wird jede Möglichkeit im Grenzdurchgangslager genutzt. Außerdem steht ein Zelt zur Verfügung. Die Versorgung der Flüchtlinge klappt, weil die Großküche der Einrichtung auf mehr als 2000 Personen ausgelegt ist. Allerdings müssen die Flüchtlinge bei den Mahlzeiten Geduld mitbringen. Es dauert etwa anderthalb bis zwei Stunden, bis alle beim Essen waren.

Die meisten der etwa 1850 Flüchtlinge, die sich derzeit im Lager aufhalten, stammen aus dem Irak, aus Afghanistan, Eritrea sowie Syrien. Hinzu kommen etwa 150 Kontingentflüchtlinge aus Syrien, die aus humanitären Gründen für einen längeren Zeitraum aufgenommen werden, sowie etwa 100 Spätaussiedler.

Für ein wenig Entlastung bei der angespannten Lage soll ab diesem Wochenende eine Sporthalle der Schule in Groß Schneen sorgen. Sie kann in Absprache mit dem Landkreis Göttingen während der großen Ferien vom Lager genutzt werden. Dort sollen etwa 150 Flüchtlinge auf Feldbetten eine vorübergehende Bleibe finden.

Volle Einrichtungen

Ähnlich voll sind auch die anderen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Niedersachsen in Braunschweig, Bramsche und Osnabrück. Gut 7000 Personen sind insgesamt in den Einrichtungen untergebracht.

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