264 Architekten wollen Sporthalle planen

Nach dem Hochwasser im August 2015: Mitten in der Nacht mussten Flüchtlinge aus der Sporthalle evakuiert werden. Archivfoto: dpa

Groß Schneen. 264 Architekten wollen den Neubau der Schulsporthalle in Groß Schneen planen. Per Losverfahren will der Landkreis die Teilnehmer für einen Wettbewerb ermitteln.

Die Interessenten haben sich bei einer europaweiten Ausschreibung des Projekts gemeldet. Der Neubau ist eine Folge des Hochwassers im August vergangenen Jahres. Damals war die Sporthalle, in der Flüchtlinge untergebracht waren, nach Starkregen überflutet worden. Die Asylsuchenden mussten mitten in der Nacht evakuiert werden.

Allerdings ist das Auftragsvolumen für den Hallenneubau mit 5,8 Millionen Euro so groß, dass aus vergaberechtlichen Gründen ein Architektenwettbewerb vorgeschaltet werden muss. Am kommenden Montag sollen aus den bislang 264 Anträgen per Losverfahren 19 Teilnehmer für den Architektenwettbewerb ermittelt werden. Acht regionale Planungsbüros stehen nach Angaben der Göttinger Kreisverwaltung bereits als Teilnehmer fest.

Abgabetermin für den Wettbewerb ist am 15. April. Das Preisgericht wird am 24. Mai seine Entscheidung fällen. Der Kreisausschuss entscheidet am 3. Juni endgültig über die Vergabe des Planungsauftrags.

Der Kreistag hatte im Oktober vergangenen Jahres den Neubau der Sporthalle beschlossen. Hintergrund: Eine Sanierung lohnt nicht. Neben den Kosten für die Beseitigung der Hochwasserschäden in Höhe von mindestens 860 000 Euro müsste der Landkreis in absehbarer Zeit 3,6 Millionen Euro für die energetische Sanierung der 35 Jahre alten Halle investieren. Umbauten zum Schutz vor künftigen Überflutungen sind bei der vorhandenen Halle kaum möglich. Hintergrund: Das Höhenniveau der Bodenplatte ist einfach zu niedrig.

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