Behinderungen für Verkehrsteilnehmer

A38: Sanierung des Heidkopftunnels startet - es kommt zu Einschränkungen

Blick in den Heidkopftunnel
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Blick in den Heidkopftunnel: In Kürze beginnt die Sanierung der beiden Röhren. Das Projekt, das wegen hohlliegender Betonplatten notwendig ist, soll Ende April 2021 abgeschlossen sein.

Autofahrer müssen in den kommenden Monaten mit erheblichen Behinderungen auf der A38 rechnen. Der Heidkopftunnel wird bis Ende April 2021 saniert.

Friedland – Zunächst ist die Nordröhre an der Reihe – dazu Fragen und Antworten.

Warum sind die Bauarbeiten überhaupt notwendig?

Grund für Arbeiten sind hohlliegende Betonplatten im Heidkopftunnel und Schäden der darunter liegenden Fahrbahnschichten. Weiterhin ist es laut Geschäftsbereich Bad Gandersheim der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erforderlich, die elektrotechnischen Einrichtungen des Tunnels zu erneuern. Außerdem müssen am Tunnel-Westportal Netze angebracht werden, um den Verkehr vor herunterfallenden Gegenständen (zum Beispiel Steine) zu schützen.

Welche Vorarbeiten müssen erledigt werden?

In dieser Woche gibt es turnusmäßige Wartungsarbeiten im Bereich des Heidkopftunnels. Vom 1. bis 18. Oktober wird die eigentliche Baustelle eingerichtet und der Verkehr in der Nordröhre (Fahrtrichtung Göttingen) im Tunnelbereich und im Bereich der Behelfsrampen einspurig geführt.

Wann beginnen die eigentlichen Bauarbeiten?

Die eigentlichen Bauarbeiten und damit die Sperrung der Nordröhre sollen am 19. Oktober beginnen und bis Weihnachten abgeschlossen sein. Im Anschluss wird die elektrotechnische Anlage bis Ende Januar erneuert. Gleichzeitig werden die Netze am Westportal angebracht.

Wie wird der Verkehr während der Tunnelröhrensperrung geführt?

Zwischen 2.30 und 11.30 Uhr sowie am Wochenende wird der Verkehr in Fahrtrichtung Göttingen auf der A 38 belassen. Unter der Woche wird der Verkehr in Richtung Halle zwischen 12 Uhr und 2 Uhr durch den Tunnel geführt. Zum Umbau der Verkehrsführung muss die Autobahn jeweils zwischen 11.30 und 12 Uhr sowie zwischen 2 und 2.30 Uhr gesperrt werden.

Warum gibt es diese wechselseitige Nutzung?

Untersuchungen haben ergeben, dass die Autobahn vormittags eher in Richtung Göttingen und am Nachmittag eher in Richtung Halle/Leipzig genutzt wird.

Wie läuft die Umleitung in Richtung Halle/Leipzig (Fahrtrichtung Osten)?

Die Umleitung (U85a) führt über eine temporäre Rampe bei Niedergandern, die Landesstraße 566, die Landesstraße 1001, die Bundesstraße 80 und an der Anschlussstelle Arenshausen auf die A38 in Richtung Halle/Leipzig.

Wie sieht es mit der Umleitung in Richtung Göttingen (Fahrtrichtung Westen) aus?

Bei Sperrung der Westrichtung (Göttingen) führt die Umleitungsstrecke über die U58a von der Anschlussstelle Arenshausen über die B80, die L1001 und die L566 über die temporäre Rampe wieder auf die A38 in Richtung Göttingen.

Wurde die Umleitungsstrecke optimiert?

Ja, die Schaltung der Ampelanlage an der Kreuzung B80/L1001 wurde angepasst. Am Knoten B80/L3080 wird ab Mitte Oktober die B80 vorfahrtsberechtigt sein.

Gibt es weitere Maßnahmen?

Ja, die Pendlerparkplätze an der Anschlussstelle Arenshausen sind ab Mitte Oktober bis Ende April 2021 gesperrt. Die Brücke in Arenshausen (Halle-Kasseler-Straße) wird für die Dauer der Bauarbeiten ebenfalls für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Was passiert nach dem ersten Bauabschnitt?

Ab Januar wird die Südröhre des Heidkopftunnels saniert. Die Arbeiten sollen bis Ende April abgeschlossen sein.

Was kostet das Projekt?

Die Sanierung kostet insgesamt fast sieben Millionen Euro. Das Projekt wird von der Bundesrepublik finanziert. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel)

Heidkopftunnel: „Tunnel der Deutschen Einheit“ ist 1724 Meter lang

Der Bau wurde Ende 2003, offiziell am 23. März 2004, begonnen. Im April 2005 wurde die südliche der beiden zweispurigen Röhren durchschlagen, die Nordröhre wenige Wochen später. Die Eröffnung des Tunnels und des Autobahnabschnitts zwischen dem Dreieck Drammetal und Breitenworbis wurde am 20. Dezember 2006 mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus und niedersächsischen Verkehrsminister Walter Hirche gefeiert. Der Tunnelbau hat etwa 63 Millionen Euro gekostet. (bsc)

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