Klein Schneen

Nina und Adrian Witt aus Klein Schneen sind die Gründer von „Landliesel“

Ein Ehepaar sitzt auf einer Bank vor seinem mobilen Hühnerstall. Beide halten jeweils ein Huhn im Arm.
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Die Gründer von „Landliesel“: Nina und Adrian Witt am Hühnermobil mit ihren Hühnern.

Das Ehepaar Nina und Adrian Witt aus Klein Schneen (Gemeinde Friedland) gründete den Bioland-Betrieb „Landliesel“. Ihr Konzept: Die Zucht von Zweinutzungshühner.

Klein Schneen – Zweinutzungshühner aus ökologischer Tierzucht gedeihen im Betrieb Landliesel in Klein Schneen. Im vergangenen Jahr haben Nina und Adrian Witt den Bioland-Betrieb gegründet. Nun halten sie die ersten Hühner. Das Besondere: Während die Hennen Eier legen, dürfen auch die Hähne wachsen – dann sind sie als Brathähnchen nicht zu verachten.

Der einzige nachhaltige Weg gegen das Töten der Hühner sei die Zucht von Zweinutzungshühnern, davon ist Nina Witt überzeugt. Deshalb hat sich die Landwirtin für Coffee-Hennen aus den Rassen Bresse Gauloise und New Hampshire aus ökologischer Tierzucht entschieden. An ihrem Hühnermobil in Klein Schneen scharen sich nun weiße wie braune Hühner. Auch ein Stracciatella-Huhn läuft über den Rasen.

Bioland-Betrieb Landliesel: Das 1-Cent-Siegel

„Das Biohuhn fängt schon vor dem Ei an“, meint die Landwirtin aus Klein Schneen. Und sie betont: „Bio ist nicht gleich Bio“. Mit dem 1-Cent-Siegel stützt sie die ökologische Tierzucht.

Weil es ihr wichtig ist, dass auch die Elterntiere nicht in Käfighaltung groß geworden sind, unversehrte Schnäbel und Flügel zeigen, hat sie ihre Tiere von einem kleinen Zuchtbetrieb in der Lüneburger Heide geholt. Rund 220 Tiere wohnen nun im und an ihrem Hühnermobil auf rund 2.500 Quadratmetern hochwertigem Boden in Klein Schneen.

Etwa 230 Eier im Jahr können Nina und Adrian Witt von einer ihrer Hennen erwarten. Eine klassische Legehenne lege jährlich rund 300 Eier. Dafür würden ihre Hühner mit Futter aus der Region aufgezogen. Durch den Verzicht auf Soja aus Brasilien trügen sie nicht zur Zerstörung der Regenwälder bei.

Wenn ihre Tiere als Suppenhuhn geschlachtet würden, brächten sie mehr Fleisch auf die Waage. Während konventionelle Masthähnchen bereits nach vier Wochen in der Röhre schmoren, hätten ihre Hähne vier Monate zum Wachsen.

Deshalb schlage sich die klare Entscheidung pro Bio in den Fleisch- und Eier-Preisen nieder. Beim Landliesel müssen die Kunden 60 Cent für ein Ei bezahlen. Doch sie können sicher sein: Die Henne, die es legte, hatte mehr vom Leben.

Bioland-Betrieb Landliesel: Eigene Packstation

Um die Eier auch an Wiederverkäufer zu vermarkten, haben Witts – für die Betriebsgröße ungewöhnlich – eine eigene kleine Eierpackstation. Mit Eier-Abos können ihre Kunden sicherstellen, dass sie immer genug Eier haben.

Frischgestempelte Eier aus der Packstation.

Auch über den Online-Shop natumondo ist es möglich, Eier und Fleisch zu bestellen. Aber der Verkauf läuft auch konventionell - im Eierhäuschen vor der Haustür.

Während derzeit der dreijährige Sohn Henry und die Hühner das Leben der Witts bestimmen, hegt das Paar schon neue Pläne. Nina Witt träumt von verschiedenfarbigen Eiern. Gern möchten die Landwirtin und der Maurermeister, der seinen Quereinstieg in die Landwirtschaft plant, eine Streuobstwiese anlegen. Auf lange Sicht wollen sie beide vom ökologischen Landbau leben.

Weitere Infos unter landliesel.de.

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