Neuer Geschäftsstellenleiter

Bürger sollen sich am Konzept für das Museum Friedland beteiligen

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Neuer Leiter: Klaus Engemann will beim Konzept des zweiten Bauabschnitts des Museums Friedland auch die Bevölkerung einbeziehen.

Klaus Engemann ist neuer Geschäftsstellenleiter des Museums Friedland. Er möchte die Bevölkerung am Konzept für den zweiten Bauabschnitt des Museums beteiligen.  

Die Geschäftsstelle des Museums Friedland hat einen neuen Leiter. Nach dem Ausscheiden von Dr. Frank Frühling und der Zuordnung des Museums zum Referat 46 des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport hat dessen Leiter Klaus Engemann nun auch den Posten in Friedland übernommen.

„Ich hatte gute Voraussetzungen, um schnell wieder in das Thema hineinzukommen“, sagt Engemann. Bis vor dreieinhalb Jahren sei er schon einmal für das „Projekt Museum Friedland“ verantwortlich gewesen. „Damals ist der gesamte erste Bauabschnitt auf meinem Mist gewachsen“, scherzt er. „Und nicht zuletzt deshalb habe ich diese Aufgabe jetzt sehr gerne übernommen.“

Als erste große Aufgabe steht Engemann vor der Betreuung des zweiten Museums-Bauabschnitts. Während der Architekturentwurf für das neue Gebäude bereits stehe, solle das Konzept für die Themen und Angebote, die dort präsentiert werden sowie die mögliche Nutzung der Räume zusammen mit der Bevölkerung erarbeitet werden.

„Zu diesem Zweck sollen aktuelle und ehemalige Bewohner des Durchgangslagers Friedland, aber auch die Menschen in Friedland und Umgebung am Entscheidungsprozess beteiligt werden“, sagt Klaus Engemann. „Die Öffentlichkeit will heutzutage mitreden und mitentscheiden“, ergänzt Museumskurator Dr. Joachim Baur. „Und dieser Trend hat in den letzten Jahren auch die Museumslandschaft erreicht.“ Ziel des Museums Friedland sei es, „ein modernes Gebäude aufzubauen um ein modernes Bild der Migrationsgesellschaft darstellen zu können“.

Um die Bürger an der Konzeption des zweiten Bauabschnitts zu beteiligen, sind für die kommenden eineinhalb Jahre diverse Workshops, Diskussionsrunden und andere Veranstaltungen geplant.

„Die erste Phase des Beteiligungsprozesses beginnt am heutigen Tag mit der Themenfindung, während der zweiten Phase werden wir im kommenden Jahr diese Themen mit Inhalt füllen und in der dritten Phase werden wir in einem Praxistest ausprobieren, ob das so funktioniert“, sagt Dr. Birga Meyer.

Was das neue Museumsprogramm angeht, verwies die Museums-Mitarbeiterin besonders auf den unter dem Titel „Stadt Land Flucht. Migration bewegt Göttingen“ stehenden Aktionstag am Samstag, 17. August zwischen 12 und 16 Uhr auf dem Göttinger Wilhelmsplatz. „Neben Live-Musik und einer Leseperformance des Boat People Projekts wird es eine Podiumsdiskussion geben, bei der es darum geht, welche Herausforderungen und Chancen das Leben für Migranten auf dem Land und in der Stadt bietet“, so Meyer.

„Außerdem freuen wir uns auf den Tag des offenen Denkmals am 8. September, der dieses Jahr ganz im Zeichen der Moderne steht, sowie auf den Tag der Restaurierung am 13. Oktober, an dem wir erstmals eine Veranstaltung anbieten.“

Das komplette Programm für das zweite Halbjahr 2019 gibt es hier.

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