Fahrradpilger informierten sich über Lager Friedland

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Etappenziel Friedland. Dechant Wigbert Schwarze (rechts) informiert die Teilnehmer der Radpilgertour rund um das Bistum Hildesheim über die Geschichte des Grenzdurchgangslagers.

Friedland. Das katholische Bistum Hildesheim feiert in diesem Jahr sein 1200-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass unternimmt eine Gruppe von 50 Radfahrern derzeit eine mehr als 1400 Kilometer lange Pilgertour entlang der Bistumsgrenze. In der Nacht zum Mittwoch übernachtete der Tross in Friedland.

„Wir wussten nicht, was auf uns zukommt, aber wir sind total begeistert“, meinten Monika und Albert Streicher. „Da ich gesundheitliche Probleme habe, war ich mir nicht einmal sicher, ob ich diese lange Distanz überhaupt schaffe“, so die Fallerslebenerin. Umso stolzer sei sie jetzt, da schon mehr als 1000 Kilometer hinter ihr lägen und man nur noch zwei Tagesetappen vom Ziel entfernt sei. „Ich habe es geschafft“, sagte sie voller Stolz. „Und ich habe dabei eine ganz tolle Gotteserfahrung gemacht.“

Gestartet war die Gruppe zwölf Tage zuvor in Hameln. Von dort aus ging es in jeweils rund 100 Kilometer langen Tagesetappen über den Weserradweg nach Bremerhaven, dann entlang der Elbe, in Richtung Harz und über Friedland und Hameln am kommenden Freitag zum Hildesheimer Dom.

„Die Idee hinter dieser Pilger-Radtour war es, den Jubiläumsgedanken bis an die Grenze des Bistums zu bringen und gleichzeitig die eigenen Grenzen kennen zu lernen“, sagte Stefan Branahl von der Hildesheimer Kirchenzeitung, der die Fahrt zusammen mit Dechant Thomas Hoffmann organisiert hatte. Daher das Tour-Motto „Grenzen erfahren“.

Tatkräftige Unterstützung erhielten die Radler von den Maltesern in der Diözese Hildesheim, deren Geschäftsführer Rafael Ebenhoch auch mit von der Partie war. „Die Organisation war einfach großartig und auch das Essen, was von den Maltesern zubereitet wurde, hat fast schon zu gut geschmeckt für eine Pilgertour“, lobte Albert Streicher. Dass auf der Radtour das Geistliche nicht zu kurz kam, dafür sorgten die allmorgendlichen Andachten, bei denen Dechant Hoffmann den Teilnehmern stets einen neuen Gedanken mit auf den Weg gab, sowie die abendliche Zusammenkunft. „Außerdem kam es auch während der Fahrt zu vielen intensiven und persönlichen Gesprächen“, betonte Stefan Brahnal.

Ein dickes Lob des Mitorganisators ging an die vielen Pfarrgemeinden, bei denen der Tross abends unterkam „und von denen wir unglaublich gut aufgenommen wurden“. Und dort wurden die Teilnehmer dann meist auch noch mit spannenden Geschichten oder Informationen versorgt.

In Friedland ließ es sich Dechant Wigbert Schwarze von der Göttinger Pfarrgemeinde St. Godehard nicht nehmen, den Pilgern von der bewegten und für das Bistum bedeutungsvollen Geschichte des Grenzdurchgangslagers und der Institutionen zu erzählen, die dort tätig sind.

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