Lager Friedland nutzt Sporthalle in Groß Schneen als Ausweichquartier

150 Feldbetten für Flüchtlinge

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Ausweichquartier: Zusammen mit drei Kollegen stellte Ralf Volkmar rund 150 Feldbetten, die allesamt vorher zusammengebaut werden mussten, in der Groß Schneener Sporthalle auf.

Friedland/Groß Schneen. Weil sich im Grenzdurchgangslager Friedland derzeit rund 2000 Flüchtlinge drängen und seine Kapazität damit um das Doppelte überschritten ist, wird jetzt die Sporthalle in Groß Schneen zur Behelfs-Bleibe.

„Diese Maßnahme verschafft uns etwas Luft, da bei uns die Flüchtlinge momentan sogar im Verwaltungsbereich untergebracht werden müssen“, sagt Werner Ede, im Grenzdurchgangslager unter anderem zuständig für das Sachgebiet soziale Betreuung. Das Problem sei, dass viele Flüchtlinge am Wochenende kommen, samstags und sonntags aber niemand an die Städte und Gemeinden weiterverteilt werden könne: „Jetzt haben wir die Möglichkeit, die Neuankömmlinge oder zumindest einen Großteil davon an diesen Tagen zunächst in der Schulsporthalle unterzubringen und sie dann ins Grenzdurchgangslager zu holen, wenn dort wieder etwas mehr Platz vorhanden ist.“

In Absprache mit dem Landkreis Göttingen kann die Sporthalle der Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule in Groß Schneen während der gesamten Sommerferien vom Lager genutzt werden. Vier Mitarbeiter des Grenzdurchgangslagers waren den ganzen Freitag damit beschäftigt, rund 150 nagelneue Feldbetten des Landkreis-Katastrophenschutzes heranzuschaffen und aufzubauen. „Das Gute an der Unterbringung in einer Sporthalle ist, dass hier im Gegensatz zu einem Zeltlager auch ausreichend sanitäre Einrichtungen vorhanden sind und es somit diesbezüglich keinerlei Probleme gibt“, meinte Ralf Volkmar, während er eines der Feldbetten zusammensteckte.

Die meisten Flüchtlinge, die ins Grenzdurchgangslager nach Friedland kommen, stammen aus dem Irak, aus Afghanistan, Eritrea und Syrien. Hinzu kommen Kontingentflüchtlinge aus Syrien, die aus humanitären Gründen für einen längeren Zeitraum aufgenommen werden, sowie nach wie vor Spätaussiedler.

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