Einrichtung der Inneren Mission

Die Innere Mission kümmert sich seit 75 Jahren um Neuankömmlinge im Grenzdurchgangslager

Die bescheidenen Anfänge: Die Innere Mission Friedland unterstützt seit 75 Jahren Neuankömmlinge.
+
Die bescheidenen Anfänge: Die Innere Mission Friedland unterstützt seit 75 Jahren Neuankömmlinge.

Seit der Eröffnung des Grenzdurchgangslagers Friedland vor 75 Jahren ist ein Verein ganz eng mit dessen Geschichte verbunden: Der Verein Innere Mission Friedland besteht am heutigen Montag ebenfalls seit 75 Jahren.

Friedland – Seither kümmern sich die Mitarbeiter der evangelischen Kirche um die vielen Neuankömmlinge – in vielfältiger Weise. Wilhelm Tomm, der Chronist der Diakonie in Friedland, beschreibt die Aufgabe im November 1945: „Keine Zeit mit Worten zu verlieren und der schreienden Not ringsum entsprechend den Anfang zu wagen.“

Torsten-Wilhelm Wiegmann, seit September als Lagerpastor in Friedland tätig, bilanziert die Arbeit: „Vieles hat sich seither geändert. Auf die Heimkehrer folgten die Aussiedler, später Flüchtlinge aus allen Krisenregionen der Welt. Doch die Not blieb dieselbe. Und der Auftrag für die Innere Mission auch: Betreuen und Sicherheit geben, Beraten und Orientierung vermitteln, Gottesdienst feiern und Hoffnung wecken.“

Mit den staatlichen Einrichtungen der Landesaufnahmebehörde und der Caritas von katholischer Seite sind heute die 20 Mitarbeitenden der Inneren Mission im Lager aktiv. Sie kleiden die Ankommenden ein, betreuen die Kinder, vermitteln die ersten deutschen Worte und Gebräuche, beraten und helfen in allen Nöten und Herausforderungen. Swetlana Aoul, langjährige Mitarbeiterin in der Kinderbetreuung, bringt es auf den Punkt: „Das erste, was du als Mitarbeiter in Friedland brauchst, ist Flexibilität.“ „Und das zweite“, ergänzt Wiegmann, „ist das Miteinander, denn nur gemeinsam bekommen wir das hin.“

Die Ankommenden werden individuell beraten.

Und das gilt erst recht für die Herausforderungen der Covid-19-Pandemie. Unter den aktuellen Kontaktbeschränkungen ist neben Flexibilität auch Kreativität gefragt. Gemeinsam hat das Team der Inneren Mission Online-Beratungen eingerichtet, Es wurden Familienpakete für die Menschen in Quarantäne gepackt und Deutschunterricht als Videokonferenz gestaltet. Weitere Infos zur Arbeit gibt es auf der Homepage. Weitere Infos gibt es hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.