Gemeinde Friedland

Gemeinde Friedland setzt auf Photovoltaik: Stadtwerke Göttingen wollen in Solarstrom-Projekt investieren

Zum Interkommunalen Gewerbegebiet der Gemeinden Friedland und Rosdorf zählende Fläche zwischen der Zentraldeponie Deiderode (im Hintergrund) und der Autobahn 38 (vorn im Bild) soll als Sondergebiet Photovoltaik ausgewiesen werden
+
Diese zum Interkommunalen Gewerbegebiet der Gemeinden Friedland und Rosdorf zählende Fläche zwischen der Zentraldeponie Deiderode (im Hintergrund) und der Autobahn 38 (vorn im Bild) soll als Sondergebiet Photovoltaik ausgewiesen werden.

Kehrtwende in der Gemeinde Friedland: Bürgermeister und Gemeinderat sehen von Logistikgebiet ab. Stattdessen soll auf Photovoltaik gesetzt werden.

Friedland – Die Gemeinde Friedland will künftig verstärkt auf Photovoltaik setzen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde sowohl die Änderung eines Flächennutzungsplanes (F-Plan) beschlossen als auch ein Bebauungsplan (B-Plan) verabschiedet, was den Bau zweier entsprechender Großanlagen ermöglicht.

Das meiste Aufsehen erregte dabei die F-Planänderung für den Friedländer Teil eines nördlich, östlich und südlich der Zentraldeponie Deiderode gelegenen Interkommunalen Gewerbegebietes, das sich die Gemeinden Friedland und Rosdorf teilen.

Nachdem zunächst geplant worden war, die Fläche als Logistikgebiet auszuweisen, was jedoch in weiten Teilen der Bevölkerung auf starken Widerstand stieß (wir berichteten), vollzogen Bürgermeister Andreas Friedrichs und der Gemeinderat nun eine Kehrtwende.

Photovoltaik statt Logistikgebiet: Antrag Modellversuch „Agrophotovoltaik“

„Als seinerzeit die Autobahn 38 gebaut wurde, hatten wir uns als Gemeinde den Weg freigehalten, an der Wertschöpfungskette teilhaben zu können“, sagt Friedrichs auf Nachfrage unserer Zeitung. Dies wäre durch die Nutzung der Fläche als Logistikgebiet am ehesten möglich. „Die Tatsache, dass wir für diese Pläne nun so viel Gegenwind erfahren und uns jetzt für diesen Weg entschieden haben, ist für mich eine Sternstunde der Politik.“

Die Stadtwerke Göttingen beabsichtigen, in dem Interkommunalen Gewerbegebiet eine Photovoltaik-Freiflächenanlage zu errichten. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte kurzfristig einen Antrag eingereicht, wonach geprüft werden solle, inwieweit ein Modellversuch „Agrophotovoltaik“ auf der Fläche umsetzbar wäre.

Dabei würden die Solarmodule auf hohen Ständern aufgestellt werden, wodurch der wertvolle Ackerboden noch landwirtschaftlich nutzbar bliebe. „Der Antrag kam zwar sehr spät“, sagte Bürgermeister Friedrichs. „Aber wir werden das auf jeden Fall prüfen und bei den Planungen in Betracht ziehen“, versprach er.

Photovoltaik statt Logistikgebiet: Sondergebiet und Freiflächenanlagen

Die gesamte Fläche auf dem Friedländer Gemeindegebiet wurde als Sondergebiet für Photovoltaikanlagen ausgewiesen. Gleich zwei Photovoltaik-Freiflächenanlagen sollen im Außenbereich der Ortschaft Niedergandern errichtet werden.

Nachdem der Verwaltungsausschuss der Gemeinde bereits im Vorfeld der Sitzung über die im Aufstellungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen entschieden und aufgrund von Änderungen der Bebauungsplanunterlagen die erneute öffentliche Auslegung sowie die erneute Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie der Nachbargemeinden beschlossen hatte, wurde der Bebauungsplan für die Flächen „Vor dem Mühlenberge“ und „Schmiedeköpfe“ jetzt vom Rat als Satzung beschlossen. (Per Schröter)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.