Hilfe bei der Registrierung

Hochschulreferentin im Flüchtlingseinsatz: Für jeden ein Lächeln

+
Für jeden ein Lächeln: Hochschulreferentin Cindy Stanke hilft bei der Registrierung von Flüchtlingen.

Friedland/Hildesheim. Bei der Registrierung von Flüchtlingen setzt das Land Niedersachsen verstärkt auf Mitarbeiter aus allen Bereichen der Landesverwaltung. Sie werden im Lager Friedland eingearbeitet.

Zu den vorübergehenden Mitarbeitern in der Flüchtlingsverwaltung zählt Cindy Stanke von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK). Die Referentin des Präsidiums tauscht bis zum Jahresende ihren Schreibtisch in der HAWK mit einem Arbeitsplatz der Landesaufnahmeeinrichtung. „Ich fand die Idee spontan gut, bei der wichtigen Aufgabe zu helfen“, sagt die 42-Jährige, deren Projekte an der Hochschule dadurch zunächst ruhen müssen. 

Die Landesregierung hatte nachgeordnete Dienststellen der verschiedenen Ressorts angeschrieben und um Hilfe gebeten. Eigentlich wollten Stanke und ihr Mann zwei unbegleitete minderjährige Jugendliche aufnehmen, weil ihre beiden Kinder inzwischen zum Studium aus dem Haus sind. „Da mein Mann und ich voll berufstätig sind, kam das aber nicht in Frage.“ Deshalb nun der befristete Einsatz für Flüchtlinge. 

Für Stanke ist der Einsatz in Friedland, wo sie eingearbeitet wird, eine besondere Erfahrung. Ihre Mutter ist in Litauen geboren und kam 1958 als Fünfjährige in dem Lager an. „Das Lager war für sie unheimlich groß. Und es waren unglaublich viele Leute da.“ - so wie heute. Stanke ist darüber mit ihrer Mutter ins Gespräch gekommen. „Vielleicht beteiligt sie sich am Zeitzeugen-Projekt für das künftige Museum“, sagt Stanke. Registrierung Während der Einarbeitung geht es unter anderem um die praktische Umsetzung der Registrierung. 

„Man muss jede Menge Details beachten, sonst kann es passieren, dass Familien getrennt werden.“ Und: Jeder Fall ist ein wenig anders. Das will sie berücksichtigen, wenn noch in dieser Woche die Arbeit in der Außenstelle Hildesheim des Lagers Friedland beginnt. Wenn die Hochschul-Referentin in den kommenden zwei Monaten Flüchtlinge registriert, Bekleidungsgutscheine und Taschengeld ausgibt, dann hat sich Cindy Stanke vorgenommen: „Jeder bekommt ein Lächeln. Das ist Teil der Willkommenskultur.“ So wie das Motto der HAWK: vielfältig, lebendig, menschlich.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.